Glückwunsch
Weltmeisterin Samuels (r) empfängt die Glückwünsche der sechstplatzierten Müller.

Weltmeisterin Samuels (r) empfängt die Glückwünsche der sechstplatzierten Müller.

dpa

Weltmeisterin Samuels (r) empfängt die Glückwünsche der sechstplatzierten Müller.

Berlin (dpa) - Dani Samuels hüpfte neben dem Diskusring auf und ab. Ihren Trainer riss es auf der Tribüne von seinem Sitz. Die erst 21 Jahre alte Australierin hat für eine der größten Überraschungen bei der Leichtathletik-WM in Berlin gesorgt.

Sie gewann mit der persönlichen Bestweite von 65,44 Metern die Goldmedaille im Diskuswurf. Vor diesen Weltmeisterschaften war Samuels international noch nie groß in Erscheinung getreten. 2006 gewann sie die Junioren-WM in Peking. 2008 wurde sie bei den Olympischen Spielen nur Neunte. Diesmal feierte sie das erste Diskus-Gold für Australien in der WM-Geschichte.

Silber ging an die Kubanerin Yarelis Barrios (65,31). Bronze gewann die bereits 37-jährige Nicoleta Grasu aus Rumänien (65,20). Barrios hat bei großen Wettkämpfen mittlerweile so etwas wie ein Abonnement auf einen Treppchenplatz. Schon 2008 in Peking belegte sie Platz zwei, bei der WM 2007 wurde sie Dritte. Trotzdem schritt sie in Berlin mit grimmiger Miene aus dem Ring, da sie wusste, eine große Chance auf ihren ersten Titelgewinn vergeben zu haben.

Titelverteidigerin Franka Dietzsch war bereits in der Qualifikation gescheitert. Die Olympiasiegerin und Weltjahresbeste Stephanie Brown-Trafton aus den USA verpasste den Endkampf der besten Acht. Die Gelegenheit war günstig für Barrios. Doch dann schob sich die Außenseiterin aus Australien im vierten Versuch an ihr vorbei.

Die Bronzemedaille von Nicoleta Grasu war eine ähnlich große Überraschung. Sie hatte zwar schon zweimal bei Weltmeisterschaften auf dem Siegerpodest gestanden. Doch ihre dritten Plätze von Sevilla und Edmonton waren schon zehn und acht Jahre her.

Eine der wenigen, die in diesem Wettkampf so abschnitt, wie man es erwarten konnte, war Nadine Müller aus Halle/Saale. Sie belegte mit 62,04 Metern einen guten sechsten Platz. Die 23-Jährige verpasste zwar ihr selbst gestecktes Ziel, ihre persönliche Bestleistung von 63,46 Metern in diesem Finale zu verbessern, aber sie bestätigte ihre gute Form in diesem Jahr. Im Juli hatte sie bei den deutschen Meisterschaften in Ulm zum ersten Mal vor der dreifachen Weltmeisterin Dietzsch den nationalen Titel gewonnen.

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