São Paulo (dpa) - Samba, Sport und Spaß haben auch in diesem Jahr den Silvesterlauf in São Paulo bestimmt. Bei der 87. Auflage der «Corrida Internacional de São Silvestre» absolvierten 25 000 Läufer die 15 Kilometer lange Strecke mitten durch die Elf-Millionen- Metropole.

Punkt 17.30 Uhr (Ortszeit), als sich das Feld in Bewegung setzte, fing es in Strömen an zu regnen, was der Stimmung aber keinen Abbruch tat - denn in Brasilien ist immer ein wenig Karneval.

Erstmals auch für den 24-jährigen Äthiopier Tariku Bekele, der das Männer-Rennen für sich entschied. «Ich bin sehr glücklich, dass ich gewonnen habe. Es ist mein erstes Rennen in Brasilien», sagte der jüngere Bruder von Olympiasieger Kenenisa Bekele. Er lief die 15 Kilometer in nur 43:35 Minuten, verpasste aber den seit nunmehr 16 Jahren gültigen Rekord des Kenianers Paul Tergat (43:12).

Bei den Frauen gewann die Kenianerin Priscah Jeptoo, die den Vorjahresrekord ihre Landsfrau Alice Timbilili «knackte» und in 48:48 Minuten ins Ziel kam. Vor einem Jahr hatte Timbilili 50:19 Minuten gebraucht. Die «Corrida» wird seit 1925 ununterbrochen veranstaltet. In die Geschichte des Laufs schrieb sich auch ein Deutscher als Sieger ein: 1951 gewann Erich Kruzicky das 7,3-Kilometer-Rennen in 22:26 Minuten.

Am traditionellen Startplatz auf der Avenida Paulista herrschte am Samstag Volksfeststimmung. Die Prachtmeile war schon vorbereitet für den Countdown zum Jahreswechsel. Auch Regen und wenig sommerliche 20 Grad störten die Läufer nicht, viele hatten sich verkleidet: Als Clown, Superman, Obelix oder Sonnenblume. «Só Alegria», hieß das Motto: «Nur Freude».

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