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Oscar Pistorius führte die Staffel Südafrikas ins Finale. Dort durfte er allerdings nicht mehr starten.

Oscar Pistorius führte die Staffel Südafrikas ins Finale. Dort durfte er allerdings nicht mehr starten.

dpa

Oscar Pistorius führte die Staffel Südafrikas ins Finale. Dort durfte er allerdings nicht mehr starten.

Daegu (dpa) - Für den beinamputierten 400-Meter-Läufer Oscar Pistorius endet die Leichtathletik-WM in Daegu nach zwei Erfolgserlebnissen mit einer großen Enttäuschung.

Der 24-jährige Südafrikaner musste zusehen, wie das Staffelteam seines Landes über 4 x 400 Meter ohne ihn sensationell zu Silber rannte - und war sauer.

«Gut gemacht, südafrikanisches 4 x 400-Meter-Team!», twitterte der behinderte Weltklasse-Sportler nach dem Finale. «Es war wirklich hart zuzuschauen, weil ich wusste, dass ich es verdient gehabt hätte, dabei zu sein. Gehe jetzt ins Bett.» Sein Kollege L.J. van Zyl erklärte jedoch: «Wir haben vorher entschieden, dass der langsamste Läufer im Vorlauf nicht das Finale bestreitet. Leider war Oscar auf seiner Runde der Langsamste.»

Zunächst hatte Pistorius gefasst auf seine Ausbootung reagiert und gemeint: «Das war's dann für mich bei der Weltmeisterschaft. Die Götter waren mit mir. Halbfinale über 400 Meter und Landesrekord im Halbfinale über 4 x 400 Meter. Ich danke euch allen!» Als Startläufer im Vorlauf hatte er das Quartett aus der Kap-Republik noch ins Finale geführt. In 2:59;21 Minuten rannte die Staffel sogar Landesrekord. Im Endlauf fehlten dann nur 56 Hundertstel auf das siegreiche US-Quartett.

Kleiner Trost für den «Blade Runner»: Auch die Vorlauf-Teilnehmer dürfen mit aufs Treppchen und bekommen Edelmetall. Im Einzelrennen über 400 Meter war der mehrfache Paralympics-Sieger im Halbfinale in 46,19 Sekunden ausgeschieden. Pistorius ist der erste beinamputierte Läufer der WM-Geschichte, der mit Karbon-Prothesen bei Titelkämpfen der Nichtbehinderten an den Start ging.

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