Renaud Lavillenie
Renaud Lavillenie siegte mit der Jahresweltbestleistung von 6,02 Metern. Foto: Lukas Schulze

Renaud Lavillenie siegte mit der Jahresweltbestleistung von 6,02 Metern. Foto: Lukas Schulze

dpa

Renaud Lavillenie siegte mit der Jahresweltbestleistung von 6,02 Metern. Foto: Lukas Schulze

Berlin (dpa) - Stabhochsprung-Überflieger Renaud Lavillenie hat die Fans bei der größten Hallen-Show der Leichtathletik verzückt und auch ohne Weltrekord das Highlight gesetzt.

Der 28 Jahre alte Franzose krönte das ISTAF Indoor in Berlin mit der Jahresweltbestleistung von 6,02 Metern. Danach scheiterte der Olympiasieger dreimal an der Weltrekordhöhe von 6,17 Metern. Die 12 601 Zuschauer in der ausverkauften O2 World feierten den Welt-Leichtathleten mit donnerndem Applaus.

Unter den Augen seines Vorgängers und Vorbilds Sergej Bubka brauchte Lavillenie erstmals in seiner Karriere nur drei Anläufe, um die sechs Meter zu bezwingen. Nach seinem Siegsprung über 6,02 Meter - Jahresweltbestleistung - scheiterte der Höhenstürmer dreimal an der Weltrekordhöhe von 6,17 Metern. «Ein super Wettkampf! Es hat heute wirklich Spaß gemacht, bei dieser Atmosphäre zu springen», sagte Lavillenie. Bester Deutscher war überraschend Carlo Paech (Hohen Neuendorf) als Fünfter mit 5,65 Metern. Damit erfüllte der 22-Jährige zum zweiten Mal die Norm für die Hallen-EM in Prag (6. bis 8. März).

Spektakulär wiederholte Sprint-Oldie Kim Collins seinen Vorjahressieg. Der 38-Jährige von den Karibikinseln St. Kitts und Nevis gewann das 60-Meter-Finale in 6,50 Sekunden und verfehlte seine Jahresweltbestzeit nur um zwei Hundertstelsekunden. Der Berliner Lucas Jakubczyk stürmte in 6,59 als Dritter ins Ziel.

Diskuswerferin Shanice Craft kassierte zum Abschluss für ihre inoffizielle Hallenweltbestleistung 5000 Dollar Prämie. Die EM-Dritte aus Mannheim gewann die Frauen-Konkurrenz mit 62,07 Metern. Damit übertraf sie die bisherige Top-Marke der Finnin Sanna Kämäräinen um 1,40 Meter. Offizielle Hallen-Weltrekorde im Diskuswurf führt der Weltverband IAAF nicht. Bei den Männern setzte sich wie bei der Premiere 2014 der Magdeburger Martin Wierig mit 64,24 Metern durch.

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