1993
Michael Johnson bei der WM 1993 in Stuttgart. Foto: Frank Kleefeldt

Michael Johnson bei der WM 1993 in Stuttgart. Foto: Frank Kleefeldt

dpa

Michael Johnson bei der WM 1993 in Stuttgart. Foto: Frank Kleefeldt

Berlin (dpa) - Die Leichtathletik muss sich nach Ansicht des viermaligen Olympiasiegers Michael Johnson viel besser verkaufen. Das fordert der 47 Jahre alte US-Amerikaner in einem Interview, das die Fachzeitschrift «Leichtathletik» veröffentlichte.

«Ich habe gerade eine Studie gelesen, nach der 70 Prozent aller Zuschauer weltweit der bislang letzten Weltmeisterschaften 2013 in Moskau über 55 Jahre alt waren. Das ist ein riesiges Problem», sagte Johnson. «Der Sport muss populärer werden», betonte der frühere Weltklasse-Athlet, aber er vermisse das Wachstum: «Während sich immer mehr Menschen fürs Laufen begeistern, stagniert die Leichtathletik als Ganzes.»

Johnson, der seit 1999 den Weltrekord über 400 Meter (43,18 Sekunden) hält, trainiert im MJ Performance Center im texanischen McKinney bei Dallas junge Athleten. Die Leichtathletik müsse hart dafür arbeiten, dass der Sport für Jugendliche attraktiv bleibe und der Strom der Talente nie versiege. Dafür brauche man aber Vorbilder, «erfolgreiche Athleten, die in der breiten Öffentlichkeit bekannt sind». Genau hier sieht Johnson das Problem: «Ohne die Olympischen Spiele alle vier Jahre würde die Leichtathletik in den USA fast nicht mehr wahr genommen. Das ist eine Schande.»

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