Moskau (dpa) - Die russischen Leichtathletik-Stars Julija Saripowa und Tatjana Tschernowa sind von der nationalen Anti-Doping-Agentur Rusada gesperrt worden.

3000-Meter-Hindernis-Olympiasiegerin Saripowa wurde rückwirkend vom 25. Juli 2013 an für zweieinhalb Jahre aus dem Verkehr gezogen. Ex-Siebenkampf-Weltmeisterin Tschernowa wurde vom 22. Juli 2013 an für zwei Jahre gesperrt. Bei den Athletinnen seien Unregelmäßigkeiten im biologischen Pass des Internationalen Leichtathletik-Verbands (IAAF) festgestellt worden, teilte Rusada mit. Beiden Sportlerinnen würden zudem mehrere Titel aberkannt. Offen blieb, ob Saripowa auch ihr Olympia-Gold von 2012 in London verliert.

Der Doping-Skandal in Russland weitet sich damit weiter aus. Erst vergangene Woche hatte Rusada mehrere Geher wegen der Einnahme unerlaubter Substanzen bestraft. Sportminister Witali Mutko zeigte sich enttäuscht über die erneute Doping-Aufdeckung und forderte Konsequenzen im russischen Leichtathletikverband. Verbandschef Valentin Balachnitschew erklärte sich der Agentur Tass zufolge zu einem Rücktritt bei einer Präsidiumssitzung am 17. Februar bereit.

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