Verbandspräsident Sebastian Coe lässt alle IAAF-Konten durchleuchten. Foto: Sven Hoppe
Verbandspräsident Sebastian Coe lässt alle IAAF-Konten durchleuchten. Foto: Sven Hoppe

Verbandspräsident Sebastian Coe lässt alle IAAF-Konten durchleuchten. Foto: Sven Hoppe

dpa

Verbandspräsident Sebastian Coe lässt alle IAAF-Konten durchleuchten. Foto: Sven Hoppe

Berlin (dpa) - Nach den Korruptionsvorwürfen im jüngsten WADA-Bericht lässt der Leichtathletik-Weltverband alle seine Konten durchleuchten.

Dabei will man vor allem Aufschluss über möglicherweise suspekte Sponsoring- oder Marketingverträge erhalten, sagte IAAF-Präsident Sebastian Coe dem Internet-Sportportal «inside the games».

Die Konten werden bereits von der Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaft Deloitte und der Frankfurter Wirtschaftskanzlei Freshfields untersucht, heißt es in dem Bericht. «Die Untersuchung, die ich innerhalb der Organisation gerade durchführe, begutachtet alle unsere Sponsoring- und Marketinggeschäfte», sagte Coe.

Als Chef der Untersuchungen setzte Coe laut «inside the games» seinen Vertrauten Paul Deighton ein. Beide hatten schon im OK der Olympischen Spiele 2012 in London eng zusammengearbeitet.

Im zweiten WADA-Report zu Korruption und Doping-Vertuschung in der IAAF, der am Donnerstag präsentiert wurde, war auch von suspekten Vorgängen bei der Vergabe von Weltmeisterschaften und TV-Rechten die Rede. «Der Prozess der Vergabe der TV-Rechte für die Moskauer Weltmeisterschaften und das plötzliche Auftreten der russischen VTB-Bank als Sponsor der IAAF erfordern noch einmal eine genaue und kriminalistische Untersuchung», hieß es in dem Bericht.

Russlands zweitgrößte Bank VTB hatte Vorwürfe, wonach es bei der Vergabe der TV-Rechte für die Moskau-WM 2013 zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein soll, umgehend scharf zurückgewiesen: «Das ist nichts anderes als Unsinn.»

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