Bruno Labbadia will mit Leverkusen gegen Bremen den Cup gewinnen. Danach dürften sich die Wege trennen.

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Bruno Labbadia wird vor dem Pokalfinale als Trainerkandidat bei anderen Vereinen gehandelt.

Bruno Labbadia wird vor dem Pokalfinale als Trainerkandidat bei anderen Vereinen gehandelt.

dpa

Bruno Labbadia wird vor dem Pokalfinale als Trainerkandidat bei anderen Vereinen gehandelt.

Berlin. Auf dem Podium im Berliner Olympiastadion sitzt Simon Rolfes ganz nahe bei Sportdirektor Rudi Völler, der Abstand zu Trainer Bruno Labbadia ist da schon deutlich größer. Das wollte der Fußball-Nationalspieler am Tag vor dem deutschen Pokalfinale aber nicht falsch verstanden wissen. "Wir haben die Bundesliga ausgeblendet, hat der Trainer gesagt. Das Pokalfinale war immer unser Ziel. Nun sind wir da, wo wir hin wollten, in Berlin, im Pokalendspiel gegen Werder Bremen, alles andere ist uninteressant", sagt der Kapitän von Bayer Leverkusen.

Labbadia soll schon mit dem Hamburger SV verhandelt haben

Trotzdem wird auch in Berlin intensiver darüber gesprochen, wer der zukünftige Trainer bei Bayer sein wird. Bruno Labbadia versucht, sich trotzdem entspannt zu geben: "Wir sind nicht in Berlin, um Personaldiskussionen zu führen. Das wird früh genug kommen." Wenn das Finale vorbei ist, wollen sie in Leverkusen sagen, wie es weitergeht. Vielleicht weiß Labbadia schon, wie seine Zukunft aussieht. Der Trainer soll mit dem HSV verhandelt haben. Es könnte diese Sicherheit sein, die ihn selbst an anderer Stelle in die Offensive gehen lässt. In einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" droht Labbadia selbst mit Abschied und kritisiert die interne "Kampagne" gegen ihn. "Sicher ist: Es müssen sich einige Voraussetzungen ändern. Ein ,Weiter so’ kann es ja für beide Seiten nicht geben", sagt Labbadia.

In Berlin sitzt Rudi Völler neben Labbadia und lächelt. Völler, der als Profi wie der Trainer und Rolfes bei Werder unter Vertrag stand, sagt: "Werder ist das Paradebeispiel, wie man in der Liga mit Krisen umgeht. Auch wenn es Bedenken gegen Thomas Schaaf gibt, sagt Werder immer: Wir haben den Toptrainer, wir arbeiten mit Schaaf. Werder spricht immer eine Sprache. Alles andere regeln sie intern, das tun wir auch." Vom Toptrainer Labbadia spricht Völler nicht. Das Pokalfinale soll den Weg in die Europa League ebnen. Für Bremens Manager Klaus Allofs ist das aber nicht wichtig: "Für uns steht der Titel im Vordergrund." Für Völler auch: "Wir haben noch nicht viele Titel gewonnen."

Dann sagt Völler noch etwas über Patrick Helmes, der vom VfB Stuttgart umworben wird: "Natürlich gibt es irgendwann Schmerzgrenzen." Aber Bayer will erst Pokalsieger werden. "Vielleicht hört sich das komisch an, wenn der Tabellenneunte gegen den Zehnten im Finale steht, aber für mich stehen die fußballerisch stärksten Mannschaften im Endspiel." Erst danach wird es Personalentscheidungen geben. Auch wenn sie schon gefallen sind. Von wem auch immer.

Beim Abschied aus Berlin wollen der FCR Duisburg und Turbine Potsdam im DFB-Pokalendspiel kräftig für den Frauen-Fußball werben. "Am liebsten wäre mir, wenn es 5:5 ausgeht und es dann Elfmeterschießen gibt. Es geht darum, dass die Leute ein begeisterndes Frauen-Fußballspiel erleben", sagte Potsdams Trainer Bernd Schröder vor dem 25. und letzten Berliner Endspiel (16.30 Uhr /ARD).

Helmut Fleischer aus Sigmertshausen leitet das Finale der Männer. Assistenten sind Sönke Glindemann (Erftstadt) und Guido Kleve (Nordhorn).

Die Pokal-Bilanz zwischen Werder und Leverkusen spricht für die Norddeutschen. In vier Duellen behielten die Bremer viermal die Oberhand.

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