Katinka Hosszu
Katinka Hosszu hatte den ungarischen Cheftrainer Laszlo Kiss kritisiert. Foto: Lajos Soos

Katinka Hosszu hatte den ungarischen Cheftrainer Laszlo Kiss kritisiert. Foto: Lajos Soos

dpa

Katinka Hosszu hatte den ungarischen Cheftrainer Laszlo Kiss kritisiert. Foto: Lajos Soos

Budapest (dpa) - Der Cheftrainer des ungarischen Schwimmverbandes (MUSZ), Laszlo Kiss, ist überraschend zurückgetreten. Der Schritt erfolgte, nachdem sich die Ausnahmeschwimmerin Katinka Hosszu am Vortag vor der Presse in Budapest äußerst kritisch über die Zustände im Verband geäußert hatte.

Die mehrfache Weltmeisterin und Weltrekordhalterin hatte vor laufenden Kameras den Entwurf eines gut dotierten Fördervertrags zerrissen. Der MUSZ wollte Hosszu zur Werbeträgerin des ungarischen Schwimmsports machen, ohne auf die Reformfoderungen der Weltklasse-Athletin einzugehen.

Kiss war bei der Pressekonferenz im Publikum anwesend. Er bot an, mit Hosszu «verhandeln» zu wollen. Die Schwimmerin lehnte dies ab. «So eine Behandlung habe ich mir nicht verdient», begründete Kiss bei der staatlichen Nachrichtenagentur MTI seinen Rücktritt.

Hosszu hatte tags zuvor erklärt, dass sie der Verband mit der Fördersumme von 12 Millionen Forint (38 000 Euro) «bloß zum Schweigen» hätte bringen wollen. Unter anderen kritisierte sie, dass sich der Schwimmverband moderner Trainingsmethodiken verweigere. Er trage deshalb Schuld daran, dass die ungarischen Schwimmer nicht das Maximum aus sich herausholen könnten.

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