Das Führungstor durch Petit reicht gegen Bielefeld nicht.

Köln. Trainer Christoph Daum wollte seine Profis auf den Boden der Wirklichkeit zurückholen. Nach dem sensationellen 2:1 beim Rekordmeister Bayern München stand Arminia Bielefeld am Freitag für den rauen Bundesliga-Alltag. Der Alltag nach Karneval und Frohsinn ist ein mühseliges Unterfangen beim 1. FC Köln. Daums Warnungen blieben folgenlos. Nach 90 Minuten musste der Aufsteiger mit einem 1:1 (1:1) gegen den Abstiegskandidaten Bielefeld zufrieden sein. Die Hoffnungen auf den ersehnten vierten Heimsieg erfüllten sich nicht. "Wir wollen einen Platz im Mittelfeld", hatte der FC-Trainer als "übergeordnetes Ziel" nach den drei Punkten in München ausgegeben. Da werden sich die Kölner noch ein wenig gedulden müssen. Der Portugiese Petit markierte das Führungstor (15.), Christopher Katongo glich zum 1:1 (43.) aus.

Die Geschichte des Spieles ist schnell erzählt. Die Arminia kam im ersten Durchgang zu einer einzigen Chance, und die genügte gegen einen 1. FC Köln, der im eigenen Stadion weiter hinter den Erwartungen zurückbleibt. Daum musste auf den verletzten Youssef Mohamad verzichten, für ihn rückte Kevin McKenna neben Pedro Geromel ins Abwehrzentrum. Vor dem Ausgleichstreffer unterlief McKenna der entscheidende Fehler.

Alles das, was die Kölner in München gezeigt hatten, blieb vor 47500 genügsamen Zuschauern Stückwerk. Die Überlegenheit gegen die Arminia konnte die Mannschaft von Daum nicht zu den erhofften Toren nutzen. Nach der Führung von Petit vergaben Milivoje Novakovic, Nemanja Vucicevic, Fabrice Ehret und Miso Brecko. Die Arminia war in der Offensive eigentlich nur durch Torjäger Artur Wichniarek gefährlich. Mittelfeld und Abwehr genügten nur bedingt den Anforderungen der Bundesliga.

Im zweiten Durchgang musste Torjäger Novakovic verletzt in der Kabine bleiben, Manasseh Ishiaku konnte ihn nicht ersetzen. Die Kölner Offensive blieb ohne den entscheidenden Zug zum Tor. Ein Punkt gegen Bielefeld, Christoph Daum war das zu wenig.

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