Titelträgerin
Judo-Frauenbundestrainer Claudiu Pusa im Gespräch mit Grand-Prix-Siegerin Theresa Stoll. Foto: Jonas Güttler

Judo-Frauenbundestrainer Claudiu Pusa im Gespräch mit Grand-Prix-Siegerin Theresa Stoll. Foto: Jonas Güttler

dpa

Judo-Frauenbundestrainer Claudiu Pusa im Gespräch mit Grand-Prix-Siegerin Theresa Stoll. Foto: Jonas Güttler

Düsseldorf (dpa) - Theresa Stoll hat den deutschen Judokas beim Heim-Grand-Prix in Düsseldorf am Auftakttag den ersten Erfolg gesichert. Die 21 Jahre alte deutsche Meisterin siegte in der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm und feierte ihren ersten Titel bei einem Grand Prix.

«Wir sind super glücklich, dass wir am ersten Tag direkt eine Medaille geholt haben. Das haben wir vergangenes Jahr nicht geschafft», sagte Mark Borchert, Sportdirektor des Deutschen Judo-Bundes (DJB). «Das ist wirklich eine grandiose Leistung.»

Die U23-Europameisterin Stoll vom TSV Großhadern bezwang im Finale die Olympia-Zweite von Rio, Sumiya Dorjsuren aus der Mongolei. «Das ist ein super Ergebnis», lobte Verbandspräsident Peter Frese. Das gute Gesamtresultat der deutschen Frauen rundete Nieke Nordmeyer ab, die in der Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm den Kampf um Bronze knapp verpasste und Siebte wurde. «Wir sind mit den Frauen sehr zufrieden, wir haben hier ein sehr junges Team gehabt», kommentierte Borchert.

Bei den Männern schaffte es in den Gewichtsklassen bis 60 und bis 66 Kilogramm kein Athlet ins Finale. «Wir hatten den Mut, hier junge Leute ins Rennen zu schicken. Die haben sich gut verkauft», sagte Borchert. Die deutschen Meister Moritz Plafky und Lukas Vennekold sowie Marcel Bizon, Philip Graf und Michel Adam scheiterten im Achtelfinale. «Dass sie noch nicht unbedingt um Medaillen mitkämpfen auf diesem Niveau, das wussten wir vorher», sagte Bundestrainer Richard Trautmann. «Aber es war gut, wie sie sich präsentiert haben.»

Noch bis Sonntag kämpfen in Düsseldorf insgesamt rund 350 Athleten aus 50 Ländern um die Titel. Für den DJB sind knapp 50 Athleten am Start, darunter auch Vize-Weltmeister Karl-Richard Frey und die Europameisterin von 2015, Martyna Trajdos. Vergangenes Jahr holten die deutschen Judokas fünf Podestplätze.

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