Arminia Bielefeld vor dem Abstieg zu bewahren, ist seine neue unmögliche Aufgabe.

Himmelfahrtskommando Nummer 19: Jörg Berger.
Himmelfahrtskommando Nummer 19: Jörg Berger.

Himmelfahrtskommando Nummer 19: Jörg Berger.

dpa

Himmelfahrtskommando Nummer 19: Jörg Berger.

Bielefeld. Der Spritzenwagen war ein weißer Audi und kam ganz ohne Sirene. Arminias Feuerwehrmann braucht keinen Alarm. Sein Job ist es, dorthin zu gehen, wo Alarmstimmung herrscht. Jörg Berger, seit Dienstag offiziell neuer Trainer in Bielefeld, folgte seinen Spielern um 15.50 Uhr an den Arbeitsplatz. Höflich grüßend schritt er das Spalier der knapp 400 Fans ab. Einige klatschten sogar Beifall.

Nach einer Kabinenansprache suchte Berger auf dem Platz immer wieder den Kontakt zu den Spielern. Er unterbrach, mischte sich ein, begleitete seine Aussagen gestenreich. "Es geht in dieser Woche nicht so sehr um Training und Taktik. Es geht darum, die Spieler stark zu machen und sie an ihre guten Auftritte zu erinnern", erkärte Berger sein Konzept. DSC-Keeper Dennis Eilhoff hat er überzeugt: "Er hat uns klar gesagt, dass wir nicht zurückblicken, sondern Aufbruchstimmung erzeugen sollen."

Als Arminia sich meldete, habe er nicht lange überlegen müssen, verriet Berger. Die Bezahlung sei nachrangig gewesen. "Es ist eine einmalige Konstellation und eine sehr reizvolle Aufgabe", sagte Berger. "Was danach kommt, ist erst einmal zweitrangig." Der 64-Jährige geht davon aus, dass sich sein Vertrag am Samstag um die zwei Spiele der Relegation verlängert. Anfang Juni wird das Abenteuer enden. Aber daran denkt derzeit niemand in Bielefeld.

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