Lausanne (dpa) - Israel will palästinensischen Sportlern Trainingsmöglichkeiten für die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2012 in London gewähren. Dies teilte das Internationale Olympische Komitee (IOC) nach einem fünfstündigen Treffen der NOKs von Israel und Palästina in Lausanne mit.

Die von IOC-Präsident Jacques Rogge eröffnete Aussprache ist nach Einschätzung der englischen Gastgeber in einem «konstruktiven und kooperativen Geist» verlaufen. Das erste Treffen zwischen beiden NOKs soll dazu beitragen, ihre Beziehungen zu vertiefen und starke Teams zu den Sommerspielen nach London zu schicken. Palästinensischen Athleten, Trainern, Offiziellen und auch ausländischen Sportlern soll laut IOC-Mitteilung mehr Reisefreiheit zwischen beiden Ländern und den von Israel besetzten Gebieten gewährt werden. Darüber wurde eine vorläufige Übereinkunft erzielt; bestehende Probleme sollen gemeinsam analysiert, diskutiert und dann mit Hilfe der jeweiligen Regierungen gelöst werden.

Das IOC wolle das palästinensische NOK dabei unterstützen, seinen Traum von der Olympia-Teilnahme in London zu verwirklichen. Langfristig sollen die Palästinenser dabei von IOC-Experten mit einem Entwicklungsprogramm unterstützt werden. Beim nächsten Treffen im März sollen die bilateralen Kontakte fortgesetzt werden.

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