München (dpa) - Präsident Jacques Rogge vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) sieht trotz des Grundstücksstreits in Garmisch-Partenkirchen Münchens Olympiabewerbung nicht in Gefahr.

«Ich habe Vertrauen, dass eine Lösung gefunden wird», sagte Rogge in einem Interview mit der «Süddeutschen Zeitung», «bei vielen Kandidaturen gibt es Widerstände in der Bevölkerung, meist werden sie durch Vereinbarungen nach langen Debatten gelöst».

Rogge stellte klar, dass bei der Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018 nur zähle, «was am Ende im Bid Book steht. Dann kommt unsere Evaluierungskommission und macht ihren Bericht für die IOC-Vollversammlung. Deutschland ist eine starke Demokratie, man muss die Rechte der Menschen respektieren». In einem Brandbrief an den IOC-Präsidenten vom 22. Dezember hatten 59 Garmischer Bauern erklärt, ihr Land nicht für die Spiele zur Verfügung zu stellen.

Am 10. Januar stellt die Bewerbergesellschaft in München mit dem Bid Book ihr Bewerbungskonzept vor. Die Spiele werden bei der IOC-Vollversammlung am 6. Juli im südafrikanischen Durban vergeben. Münchens Mitbewerber sind Annecy in Frankreich und Pyeongchang in Südkorea.

Zu einer möglichen Enteignung der Garmischer Bauern, nahm Rogge keine Stellung. «Das IOC wird innerdeutsche Angelegenheiten und Verfahren nicht kommentieren», erklärte der Belgier. Rogge räumte aber ein, dass man nie 100 Prozent Zustimmung bekommen würde: «Das wäre auch sehr verdächtig».

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