Alexander Subkow
Soll bei den olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi gedopt gewesen sein: Bobfahrer Alexander Subkow. Foto: Jean-Christophe Bott

Soll bei den olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi gedopt gewesen sein: Bobfahrer Alexander Subkow. Foto: Jean-Christophe Bott

dpa

Soll bei den olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi gedopt gewesen sein: Bobfahrer Alexander Subkow. Foto: Jean-Christophe Bott

Lausanne (dpa) - Das Internationale Olympische Komitee hat die lebenslange Doping-Sperre für den zweimaligen Bob-Olympiasieger Alexander Subkow mit einer eindeutigen Beweislage begründet.

In dem in Lausanne veröffentlichten Schriftsatz weist die IOC-Disziplinarkommission unter Leitung von Denis Oswald unter anderem auf Manipulationen der Probenbehälter und einen für einen Menschen unerklärlich hohen Salzgehalt im Urin hin. Subkow stand nach Erkenntnissen der Kommission auch auf der sogenannten Dutchess-Liste derjenigen russischen Sportler, die rund um die Winterspiele 2014 in Sotschi gedopt hätten.

Die Begründung kam zwei Tage, nachdem das IOC Russland wegen systematischen und mutmaßlich staatlich gedeckten Dopings bestraft hatte. Die Sportler Russlands, die vom IOC als sauber zugelassen werden, müssen bei den Winterspielen im südkoreanischen Pyeongchang unter neutraler Flagge und ohne russische Hymne antreten. Kremlchef Wladimir Putin hatte das am Mittwoch akzeptiert und einen Boykott der Spiel vom 9. bis 25. Februar ausgeschlossen.

Subkow war Russlands Fahnenträger bei den heimischen Winterspielen in Sotschi. Er hatte im kleinen und im großen Schlitten Gold gewonnen. Der Sportler, heute Präsident des russischen Bobverbandes, weist die Anschuldigung zurück.

Die sogenannte Oswald-Kommission untersucht bislang 36 Fälle. 25 russische Sportler wurden im Anschluss vom IOC lebenslang für Olympia gesperrt. Von ihnen haben 22 inzwischen Klage dagegen vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS eingereicht.

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