Der Ex-Profi steht mit dem Traditionsklub von RWEssen vor großen Herausforderungen.

Thomas Strunz (l.), hier noch im Dienste des VfL Wolfsburg.
Thomas Strunz (l.), hier noch im Dienste des VfL Wolfsburg.

Thomas Strunz (l.), hier noch im Dienste des VfL Wolfsburg.

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Thomas Strunz (l.), hier noch im Dienste des VfL Wolfsburg.

Essen. Thomas Strunz bestritt in der Fußball-Bundesliga 235 Begegnungen für Bayern München und den VfB Stuttgart von 1989 bis 2001. Der gebürtige Duisburger wurde fünfmal Deutscher Meister, zweimal DFB-Pokalsieger, gewann 1996 den Uefa-Cup, 2001 die Champions League sowie den Weltpokal und wurde 1996 mit der Nationalmannschaft Europameister. Seit April 2008 ist er Geschäftsführer beim Regionalligisten Rot-Weiß Essen.

Haben Sie noch Hoffnung auf den Aufstieg?

Thomas Strunz: Wir werden auf jeden Fall alles versuchen, um das Unmögliche noch möglich werden zu lassen. Dafür müssen wir in Sachen Torgefährlichkeit nachlegen und haben durch die Verpflichtung von Mike Wunderlich vom 1. FC Köln damit auch begonnen. Ich möchte eine Halbserie sehen, in der die Mannschaft besser Fußball spielt und sich auswärts besser präsentiert. Natürlich kann auch dann passieren, dass es nicht für den Aufstieg reicht. Aber wir hätten alles versucht und eine Rückrunde gespielt, auf der wir weiter aufbauen könnten.

Untergräbt der DFB eine solche Aufbauarbeit dadurch, dass die Zweitvertretungen von Bundesligisten aufsteigen dürfen?

Strunz: Die zweiten Mannschaften verfügen über wesentlich bessere finanzielle Möglichkeiten. Und dann setzen sie plötzlich auch noch Profis ein. Bei Borussia Dortmund haben Delron Buckley und Alexander Frei in der Regionalliga gespielt. So wird es für andere Vereine immer schwieriger, aufzusteigen. Das halte ich für eine gefährliche Entwicklung.

Wie sind Sie eigentlich nach Essen gekommen?

Strunz: Anfangs waren es beratende Gespräche. Dann wurde die sportliche Situation immer prekärer und Manager Olaf Janßen entlassen.

Wie lange läuft ihr Vertrag?

Strunz: Bis 2014.

Warum eine derart lange Laufzeit?

Strunz: Weil der Verein ein langfristiges Konzept verfolgt, dessen Weg ich komplett mitgehen will. RWE steht vor großen Herausforderungen. Die Profi-Abteilung soll in eine Spielbetriebsgesellschaft ausgegliedert werden. Wir brauchen endlich Klarheit in der Stadionfrage. Letztendlich ist es unser Ziel, in fünf Jahren nicht nur wieder in der 2. Liga zu spielen, sondern dort auch dauerhaft bestehen zu können.

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