Tobias Hauke will Sport und Beruf parallel meistern. Foto: Olivier Hoslet
Tobias Hauke will Sport und Beruf parallel meistern. Foto: Olivier Hoslet

Tobias Hauke will Sport und Beruf parallel meistern. Foto: Olivier Hoslet

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Tobias Hauke will Sport und Beruf parallel meistern. Foto: Olivier Hoslet

Hamburg (dpa) - Hockey-Olympiasieger Tobias Hauke will Sport und Beruf parallel meistern. Der «Goldjunge» von Peking 2008 und London 2012 arbeitet beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV hinter den Kulissen.

Nach einem sechsmonatigen Praktikum ist der 26-Jährige seit kurzem fest angestellt als Assistent in der HSV-Pressestelle. «Es macht mir unheimlich viel Spaß», berichtet der Europameister. Trotz seiner neuen Aufgabe im Fußball-Bereich spielt Hauke weiter in der Hockey-Bundesliga für den Harvestehuder THC und im Nationalteam - mit Rio 2016 und einer möglichen dritten Goldmedaille als Fernziel.

Die nächste Reise mit den Hockey-Assen führt ihn nach Neu Delhi, am Montag geht der Flieger zum World-League-Finalturnier. Während die Fußballer sich nach der Winterpause in Abu Dhabi auf die Rückrunde vorbereiten, starten die Hockey-Herren in Indien in die heiße Phase ihrer WM-Vorbereitung. «Zum ersten Heimspiel gegen Schalke am letzten Januar-Wochenende bin ich wieder da», betont Hauke. Nach Saisonende steht dann wieder das Spiel mit dem Krummstock in Vordergrund, wenn Anfang Juni in Den Haag die Weltmeisterschaft stattfindet.

«Holland ist die größte Hockey-Nation Europas, das wird klasse», sagt Hauke über das sportliche Hockey-Highlight des Jahres, das direkt vor der Fußball-WM in Brasilien stattfindet. Aber den Wechsel Hockey - Fußball, Hockey - Fußball kennt er inzwischen ja. Und wenn für ihn der hohe Trainingsumfang mit den täglichen individuellen und Team-Einheiten zu bewältigen ist, er Job und Sport weiter gut unter einen Hut bringt, dann will der viermalige deutsche Meister noch bis zu den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro so weitermachen.

Bei Bundestrainer Markus Weise ist der HTHC-Spieler eine feste Größe, allerdings beruft der in Hamburg-Harburg lebende Coach immer nur die Besten in seinen Elite-Kader. «Es gilt das Leistungsprinzip», lautet das Credo des Erfolgscoaches. Hauke muss also dranbleiben - und will dies auch. «Ich würde gern dabei sein, wenn ich den jetzigen Trainingsumfang weiter so mit der Arbeit koordinieren kann. Meine sportliche Karriere war ja recht erfolgreich, nun geht der Job vor.»

Schon in den vergangenen Monaten hat der Hamburger viel allein trainiert - morgens vor und abends nach der Arbeit. Für «Tobi» ist das kein Problem, und so soll es auch bleiben: «Ich war schon immer diszipliniert, das fällt mir nicht schwer», betont Hauke. «Jetzt habe ich halt weniger Freizeit und gehe früher schlafen.»

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