Halbfinale verpasst
Bundestrainer Jamilon Mülders hat mit den Hockeyfrauen gegen Australien verloren. Foto: Frank Uijlenbroek

Bundestrainer Jamilon Mülders hat mit den Hockeyfrauen gegen Australien verloren. Foto: Frank Uijlenbroek

dpa

Bundestrainer Jamilon Mülders hat mit den Hockeyfrauen gegen Australien verloren. Foto: Frank Uijlenbroek

Tucumán/Argentinien (dpa) - Die deutschen Hockey-Damen haben beim World-League-Finalturnier in Argentinien Mitfavorit Australien an den Rand der Niederlage gebracht, am Ende aber das Penalty-Nervenspiel verloren.

Gegen die bisher überzeugendste Turnier-Mannschaft musste sich die verjüngte Auswahl von Bundestrainer Jamilon Mülders in Tucumán erst im Shootout 2:4 (1:1, 1:0) geschlagen geben und spielt nun um die Ränge fünf bis acht. Der deutsche Gegner wird erst noch ermittelt.

In der regulären Spielzeit reichte das Führungstor durch Eileen Hoffmann (11. Minute) nicht für die Europameisterinnen, für die im Penaltyschießen nur Marie Mävers und Jana Teschke erfolgreich waren. Da beim Gegner alle Schützinnen trafen, bleibt das australische Team im Turnier ungeschlagen kämpft am Samstag um den Einzug ins Endspiel.

«Ich bin hochzufrieden. Strategisch-taktisch war es hervorragend», lobte Mülders den Auftritt seiner Spielerinnen, von denen ein Großteil an den Vortagen mit Magen-Darm-Problemen zu kämpfen hatte. Dennoch ließen sie den Spielfluss Australiens, das seine Gegner zuvor zum Teil überrannt hatte, nur selten zu. «Dass wir über Penalties verlieren, ist Pech, aber kein Beinbruch», befand Mülders, dem es in Argentinien in erster Linie um die Weiterentwicklung des Teams geht.

Seine junge Mannschaft, die auch im vierten Match der Mittagshitze von um die 35 Grad Celsius ausgesetzt war, hatte sich gut auf die «Aussies» eingestellt. Der deutschen Taktik zu Gute kam das frühe Führungstor durch die zum dritten Mal bei diesem Turnier erfolgreiche Hamburgerin Hoffmann. Trotz des im Vergleich zum EM-Sieg im Sommer in Belgien auf sieben Positionen veränderten Kaders hielt die Führung der Deutschen, da Torfrau Barbara Vogel einige gute Chance des Gegners entschärfte. Ashleigh Nelson (48.) traf aber nach der Pause zum Ausgleich, so dass die Entscheidung im nervenzehrenden Penaltyschießen fallen musste.

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