Schalke spielt wieder mit Selbstbewusstsein und feiert einen optimalen Start in die Rückrunde.

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Klaas-Jan Huntelaar (r.) feiert Kevin-Prince Boateng.

Klaas-Jan Huntelaar (r.) feiert Kevin-Prince Boateng.

dpa

Klaas-Jan Huntelaar (r.) feiert Kevin-Prince Boateng.

Gelsenkirchen. Rund eine Stunde nach dem Spiel lüftete Horst Heldt in den Katakomben des Gelsenkirchener Stadions das bis dahin gut gehütete Geheimnis.

Er habe ein konkretes Angebot für Julian Draxler auf dem Tisch liegen gehabt, bestätigte der Manager des FC Schalke 04.

„Das hatte eine Dimension – so einen Transfer macht man nicht jede Woche, nicht jeden Tag. Es war schon ein ordentliches Angebot, aber nicht ausreichend genug für uns“, so Heldt.

Auch wenn der Manager nicht verraten wollte, wer für Draxler geboten hatte, so dürfte es sich doch um den FC Arsenal gehandelt haben. Mit Blick auf die Bundesliga-Rückrunde dürften die Schalker Verantwortlichen froh sein, sich gegen einen Verkauf Draxlers entschieden zu haben.

Nach dem hart erkämpften 2:1 gegen den VfL Wolfsburg haben die Königsblauen einen optimalen Start mit zwei Erfolgen hingelegt. Felipe Santana und Kevin-Prince Boateng kurz vor dem Ende erzielten die Treffer für die Königsblauen, Maximilian Arnold traf zum zwischenzeitlichen 1:1.

Im Trainingslager gelang der Stimmungsumschwung

Und mit dem noch verletzten Julian Draxler haben die Schalker eine hochwertige Option für die kommenden Wochen. Denn die Mannschaft von Trainer Jens Keller ist wieder mittendrin im Rennen um die Champions-League-Plätze. Und genauso bemerkenswert wie die gute Vorstellung gegen den direkten Konkurrenten aus Niedersachsen scheint der Stimmungswechsel im Team zu sein. „Wir haben im Trainingslager an vielen Punkten gearbeitet“, sagte Boateng und meinte damit offenbar nicht nur die sportlichen Aspekte.

Fährmann mit starken Paraden beim Sieg gegen Wolfsburg

Viele Einzelgespräche zwischen Trainer und Spieler und wohl auch die kurzfristige Trennung von Jermaine Jones haben zu einem besseren Grundgefühl geführt. Die Mannschaft wirkt selbstbewusster und nicht mehr so fehleranfällig. Positiv wirkt sich nicht zuletzt die Besetzung der Torhüterposition mit Ralf Fährmann aus.

„Es war unser Manko, dass wir in der Hinrunde zu viele Gegentore bekommen haben. Wir haben uns das im Training erarbeitet, sind stabiler geworden“, sagte der 25-Jährige, der den Sieg gegen den VfL mit einigen starken Paraden möglich machte.

Auch wenn die Königsblauen einen deutlichen Aufwärtstrend verzeichnen, gibt es noch ein paar Mängel. Die Mannschaft spielte vor allem nach der Hinausstellung von Daniel Caligiuri zu passiv. Caligiuri hatte den Schiedsrichter-Assistenten beleidigt.

„Wir haben verdient gewonnen, müssen aber klarer spielen, wenn wir in Überzahl sind“, sagte Schalkes Max Meyer. Es gibt noch genügend Verbesserungspotenzial, aber die Tendenz ist wieder positiv. Und das ist die beste Nachricht für Schalke.

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