Kristianstad (dpa) - Der Handball-Weltverband IHF hat die Vorbereitung seiner Schiedsrichter auf die WM in Schweden gelobt. «Sie sind sehr gut auf dieses Turnier vorbereitet», sagte Manfred Prause, Chef der IHF-Schiedsrichter- und Regelkommission.

Insgesamt wurden 18 Paare nominiert. Darunter sind zehn WM-Neulinge, die das «Global Referee Training Program» absolviert haben. «Die Zahl von zehn ist hoch und zeigt den Erfolg dieses Programms. Wir haben eine Gruppe von jungen, aber sehr hoffnungsvollen Schiedsrichtern in Schweden», erklärte Prause.

Für den Deutschen Handballbund (DHB) leiten Lars Geipel (Steuden) und Markus Helbig (Landsberg) WM-Spiele. Das Duo aus Sachsen-Anhalt hatte zuletzt auch bei der Frauen-WM in China gepfiffen. Ebenfalls als erfahrene Gespanne gelten die Dänen Per Olesen/Lars Ejby Pedersen, die Franzosen Nordine Lazaar/Laurent Reveret oder Kenneth Abrahamsen/Arne Kristiansen aus Norwegen. Ebenso nominiert sind die Slowenen Nenad Krstic/Petar Ljubic, auf die vor zwei Jahren bei der WM in Kroatien Bundestrainer Heiner Brand nach dem verlorenen Spiel gegen Norwegen mit erhobener Faust zugelaufen war.

Vor ihren größten Bewährungsproben stehen vor allem afrikanische und asiatische Schiedsrichter-Paare, die so gut wie keine Erfahrung mit Profi-Handball haben. «Man muss darüber nachdenken, die Quotierung in diesem Bereich zugunsten der Qualität abzuschaffen», wird Bundestrainer Brand im Online-Portal des ZDF zitiert.

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