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Die Deutschen haben Respekt vor dem Kroaten Domagoj Duvnjak. Foto: Marijan Murat

Die Deutschen haben Respekt vor dem Kroaten Domagoj Duvnjak. Foto: Marijan Murat

dpa

Die Deutschen haben Respekt vor dem Kroaten Domagoj Duvnjak. Foto: Marijan Murat

Rouen (dpa) - Für Deutschlands Handball-Torhüter Andreas Wolff ist der Kroate Domagoj Duvnjak «ein Spieler von einer ganz seltenen Sorte». Duvnjak sei einer der besten, «vielleicht der beste Spieler der Welt», sagte Wolff vor dem Finale um den Gruppensieg gegen Kroatien am Freitag (17.45 Uhr).

Wolff und Duvnjak kennen sich bestens, weil sie in der Bundesliga für den THW Kiel spielen. Jetzt wird es für ihn und die DHB-Auswahl darauf ankommen, den Welthandballer von 2013 auszuschalten. Duvnjak ist der Fixpunkt des kroatischen Spiels.

«Er ist natürlich vor allem im Angriff der Dreh- und Angelpunkt, spielt aber auch noch gut in der Abwehr. Er ist der Leader», sagt Rückraumspieler Paul Drux, warnt aber davor, sich allein auf den 28-Jährigen zu konzentrieren. Denn die Kroaten überzeugen bei dem Turnier in Frankreich bisher im Kollektiv. Wie die DHB-Auswahl haben sie ebenfalls ihre vier Gruppenspiele gewonnen und gehen mit großem Selbstvertrauen in den ersten großen Härtetest. «Großer Showdown zwischen Deutschland und Kroatien», schrieb die kroatische Zeitung «Sportske Novosti» am Donnerstag. «Sie sind Champions. Aber das heißt nicht, dass wir sie nicht schlagen können.»

Kroatiens Trainer Zejko Babic kündigte an, dass sein Team sehr gut spielen wird: «Ob das genug sein wird, weiß ich aber nicht.» Babic wird aber auf einen vollständig ausgeruhten Duvnjak setzen können. Beim klaren Erfolg gegen Chile (37:22) hatte er seinen Star am Donnerstag die komplette Spielzeit geschont. Dennoch war der Bundesliga-Profi auf seine eigene Art mittendrin und feuerte das Team von der Seitenlinie aus an. «Jetzt konzentrieren wir uns auf Deutschland. Das wird ein sehr schwieriges Spiel, aber wir wissen auch, wie stark wir sind», sagte er im Anschluss. «Wir können ihnen wehtun.»

Ein großer Titel blieb dem Champions-League-Sieger mit seinem Land aber bisher verwehrt. Nach drei Vize-Titeln bei den Europameisterschaften 2008 und 2010 sowie der WM 2009 hoffen er und seine Teamkollegen dieses Jahr auf den großen Durchbruch. «Diese Jungs werden bald die Welt dominieren», prophezeit die Zeitung «Vecernji List» bereits. Dafür brauchen sie ihren Leader Duvnjak. In Topform.

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