DHB-Keeper
Carsten Lichtlein (M.) durfte gegen Ungarn spielen. Foto: Maciej Kulczynski

Carsten Lichtlein (M.) durfte gegen Ungarn spielen. Foto: Maciej Kulczynski

dpa

Carsten Lichtlein (M.) durfte gegen Ungarn spielen. Foto: Maciej Kulczynski

Breslau (dpa) - Am Ende konnte Carsten Lichtlein endlich auch einmal über seine Leistung jubeln, aber kommentieren wollte er sie nicht.

Der Torhüter kam elf Minuten vor Schluss für Andreas Wolff beim Stand von 24:16 ins Spiel und hatte im Anschluss großen Anteil daran, dass der Vorsprung bis zum Ende der ersten EM-Hauptrundenpartie gegen Ungarn noch auf 29:19 (17:9) anwuchs. Zwei Siebenmeter entschärfte er und parierte 50 Prozent der Würfe, die auf sein Tor kamen. Selbst Bundestrainer Dagur Sigurdsson ballte bei jeder gelungenen Aktion des Gummersbachers die Fäuste zum Jubel.

Während der 35-Jährige anschließend den Fragen zu seiner Leistung auswich, lobten ihn andere. «Er hat tolle Paraden gehabt. Das hat er sich verdient. Das freut mich für ihn, dass er am Ende nochmal Akzente setzen konnte», anerkannte Wolff, der Lichtlein im EM-Verlauf als Nummer 1 abgelöst hatte. «Schön ist, dass Carsten ins Spiel gekommen ist, dass sein Turnier jetzt beginnt», befand Bob Hanning, Leistungssportchef im Deutschen Handballbund (DHB).

Lichtlein stand exemplarisch für den Auftritt der deutschen Spieler, die bislang wenig zum Einsatz gekommen waren. Vor der wichtigen Partie am Sonntag (18.15 Uhr) gegen Russland bewiesen auch Akteure wie Simon Ernst oder Niklas Pieczkowski ihren Wert fürs Team.

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