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Bundestrainer Heiner Brand gab seinen Spielern gute Anweisungen.

Bundestrainer Heiner Brand gab seinen Spielern gute Anweisungen.

Sebastian Preiss (l) prallt mit dem Schweden Mattias Gustafsson (M.) zusammen.

Der Schwede Jonas Larholm (M.) steigt gegen Sebastian Preiss zum Torwurf hoch.

Die Nationalspieler Sebastian Preiss (l) und Adrian Pfahl (r) wehren einen Angriff ab.

Bundestrainer Heiner Brand (r) im Gespräch mit Adrian Pfahl.

Pascal Hens (M.) kann auch von zwei Schweden nicht aufgehalten werden.

dpa, Bild 1 von 6

Bundestrainer Heiner Brand gab seinen Spielern gute Anweisungen.

Hamburg (dpa) - Deutschlands Handballer haben mit einem Prestigesieg zum Jahresauftakt Hoffnungen auf eine erfolgreiche WM geschürt. Angeführt vom starken Michael Kraus in seinem 100. Länderspiel bezwang der EM-Zehnte in Hamburg WM-Gastgeber Schweden mit 28:23 (14:12).

Zehn Tage vor Turnierbeginn warf Jubilar Kraus (7/2) im 97. Duell beider Dauerrivalen die meisten Tore für die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB). Rekord-Europameister Schweden hatte vor 11 502 Zuschauern in Oscar Carlen (6) seinen besten Werfer.

«Die Mannschaft hat sicherlich ein Zeichen gesetzt, dass die Vorbereitung begonnen hat. Zum jetzigen Zeitpunkt bin ich zufrieden, auch wenn noch einige Fehler da waren», sagte Bundestrainer Heiner Brand und lobte Lokalmatador Kraus vom Bundesliga-Spitzenreiter HSV Hamburg. «Er hat seine stärkste Leistung seit langem gezeigt bei der Nationalmannschaft. Ich hoffe, dass er auf diesem Weg weitermacht», sagte Brand. «Das war riesig vor so einer Kulisse. Wir haben Selbstvertrauen getankt, aber man darf das Spiel nicht überbewerten», sagte Kraus und hob wie Brand hervor, dass die offensivere 5:1-Deckung mit einem vorgezogenen Abwehrspieler gut funktionierte.

Wie zuletzt vor Monatsfrist beim 28:22 gegen Polen fehlte Holger Glandorf. Der Rückraumspieler ist jedoch vier Wochen nach seiner Knieoperation zuversichtlich, bis zur Weltmeisterschaft wieder fit zu werden. «Ich fühle mich sehr gut. Ich habe keine Probleme mit dem Knie», sagte der Linkshänder vom TBV Lemgo am Rande der Partie, die er als TV-Experte für die ARD verfolgte.

Noch ist ungewiss, ob Glandorf schon in den beiden abschließenden WM-Tests am 7. und 8. Januar in Reykjavik gegen den Olympia-Zweiten Island auflaufen kann. «Das wird kurzfristig entschieden. Da müssen wir mal die Trainingseinheiten abwarten», erklärte er. Allerdings sind die Duelle mit Island die letzte Chance für den Lemgoer, vor dem WM-Auftaktspiel am 14. Januar in Lund gegen Ägypten Spielpraxis zu bekommen. «Ich bin auf einem guten Weg. Es fehlt noch die Spritzigkeit. Und das Handball-Training ist natürlich das Wichtigste, was fehlt», bekannte er.

Doch auch ohne Glandorf kam die deutsche Mannschaft gegen die Schweden gut zurecht. Zwar fanden die Hausherren nur langsam in die Partie und mussten vom 0:2 (2.) bis zum 5:7 (16.) einem Zwei-Tore- Rückstand nachlaufen. Doch mit zunehmender Spielzeit kam der WM-Fünfte besser in Schwung. Mit der Einwechslung von Spielmacher Kraus kam mehr Dynamik ins deutsche Spiel.

Der Hamburger sorgte mit seinem dritten Treffer auch für die 13:10-Führung (27.) der Gastgeber und erhöhte nach der Pause auf 18:14 (37.). Nach dem 23:18 (46.) ließ sich die deutsche Mannschaft nicht mehr vom Erfolg abbringen.

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