Stuttgart (dpa) - Der deutsche Handball sollte sich nach dem Debakel bei der Weltmeisterschaft in Schweden genauso radikal verändern, wie es die Fußball-Nationalmannschaft getan hat. Das fordert Bundesliga-Trainer Rolf Brack vom HBW Balingen-Weilstetten.

«Ich denke, der Fußball hat es ja vor Jahren vorgemacht, revolutionäre Veränderungen in allen Bereichen vorzunehmen, als das System Jürgen Klinsmann/Joachim Löw installiert wurde», sagte der 57-Jährige in einem Interview der «Stuttgarter Zeitung».

Sollte Heiner Brand als Bundestrainer aufhören, plädiert Brack für eine «Tandemlösung» und nicht für einen Ex-Nationalspieler wie Markus Baur oder Christian Schwarzer als Nachfolge-Modell. «Schwarzer macht ja gerade erst den A-Trainerschein - und die Frage ist, ob sie allein einen Systemwechsel einleiten könnten, weil sie fast ausschließlich das System Brand erlebt haben. Das sind dann Kopien - und eine Kopie ist keine Verbesserung», sagte der Coach, der auch als Sportwissenschaftler an der Universität Stuttgart tätig ist. Seiner Meinung nach müsse man «den querdenkenden Handballvisionär mit dem klassischen Trainer kombinieren, wie es bei dem Gespann Klinsmann und Löw der Fall war».

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