Rückraumspieler
Holger Glandorf (l) will sich mit der Nationalmannschaft für die EM einspielen. Foto: Maurizio Gambarini

Holger Glandorf (l) will sich mit der Nationalmannschaft für die EM einspielen. Foto: Maurizio Gambarini

dpa

Holger Glandorf (l) will sich mit der Nationalmannschaft für die EM einspielen. Foto: Maurizio Gambarini

Barsinghausen (dpa) - Die Grundlagen sind geschaffen, nun geht es ans Fine-Tuning: Nach drei Tagen harter körperlicher Arbeit feilen die deutschen Handballer in der Sportschule Barsinghausen an Technik und Taktik.

Schon bei den einzigen EM-Tests am Samstag in Bremen und Sonntag in Magdeburg jeweils gegen Ungarn will das Team von Bundestrainer Martin Heuberger als Höhepunkt des Trainingslagers Fortschritte nachweisen. «Wir müssen uns einspielen und den richtigen Rhythmus finden. Nach diesen einzigen Länderspielen vor der EM weiß jeder von uns, wo er steht und woran er noch arbeiten muss», sagte Rückraumspieler Holger Glandorf.

Seit 2. Januar bereitet sich die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) auf die EM in Serbien vor. Nach der mit dem elften Platz blamablen WM zu Jahresbeginn 2011 hat Heubergers Team bei dem Championat die letzte Chance auf Olympia in London. Dafür müssen sich die Mannen um Kapitän Pascal Hens zunächst in der Gruppe B in Nis gegen Tschechien (15. Januar), Mazedonien (17. Januar) und den WM-Vierten Schweden (19. Januar) behaupten. Mindestens Rang drei in der Staffel ist für das Erreichen der anschließenden Hauptrunde nötig.

Dafür legen die Nationalspieler Zusatzschichten ein. Schon vor dem Jahreswechsel hatte Bundestrainer Heuberger mit seinen Spielern in der Sportschule Steinbach drei Tage lang an der Fitness gearbeitet. Dies wurde gemeinsam mit Krafttrainer Martin Zawieja und Koordinationscoach Stefan Kloppe nun fortgesetzt. «Es ist ein wenig wie bei der Saisonvorbereitung im Verein. Aber vor einer Europameisterschaft nimmt man diesen Aufwand gern in Kauf, und solange Trainer aus anderen Bereichen hier dabei sind, sollte man das auch nutzen», meinte Glandorf, der nach seinem Wechsel vom TBV Lemgo zur SG Flensburg-Handewitt sportlich wieder aufgeblüht ist.

Zwei Monate nach den letzten Länderspielen beim Supercup mit den Niederlagen gegen den WM-Zweiten Dänemark (26:29), den WM-Dritten Spanien (23:27) und Vorrundengegner Schweden (22:25) arbeiten die Handballer an der Beseitigung der Fehler, die seinerzeit spielentscheidend waren. «Dabei geht es dann um den Feinschliff für Serbien», sagte Heuberger. Der Bundestrainer kann auch wieder auf die beiden Außen Dominik Klein und Christian Sprenger vom deutschen Rekordmeister THW Kiel zurückgreifen. Beide hatten vor dem Jahreswechsel wegen gesundheitlicher Probleme nicht voll trainieren können.

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