Treffsicher
Fast so gut wie mit dem Ball kann Filip Jicha auch mit einer Torte treffen. Foto: Daniel Reinhardt

Fast so gut wie mit dem Ball kann Filip Jicha auch mit einer Torte treffen. Foto: Daniel Reinhardt

dpa

Fast so gut wie mit dem Ball kann Filip Jicha auch mit einer Torte treffen. Foto: Daniel Reinhardt

Kiel (dpa) - Die Torte, die Filip Jicha zu seinem 33. Geburtstag geschenkt bekommen hatte, landete im Gesicht eines Mitspielers. Der Tscheche hatte allen Grund zum ausgelassenen Jubel, denn als Kapitän führte er die Handballer des THW Kiel souverän in das Final-Four-Turnier der Champions League.

Deswegen konnte ihm der getroffene Aron Palmarsson die sahnig-matschige Aktion auch nicht übelnehmen. 31:23 gewann die Mannschaft das Viertelfinal-Rückspiel gegen die Ungarn von Pick Szeged. Am 30. und 31. Mai wird die Endrunde in Köln ausgetragen.

Jicha war mit seinen acht Treffern entscheidend daran beteiligt, dass sich die «Zebras» zum vierten Mal in Serie für die Endrunde qualifizierten und vom vierten Titel nach 2007, 2010 und 2012 träumen dürfen. Dass der THW nach dem 27:31-Ausrutscher der Rhein-Neckar Löwen bei der HSG Wetzlar in der Bundesliga unmittelbar vor dem Gewinn der 20. Meisterschaft steht, machte das Wochenende für die Kieler noch schöner.

«Das größte Geschenk haben mir die Fans und meine Mannschaft gemacht. Diese Atmosphäre heute war einfach großartig, die Zuschauer waren unglaublich. Von Beginn an war diese Hitze von den Rängen zu spüren», bedankte sich Jicha für die Unterstützung der lautstarken 10 000 Zuschauer in der Sparkassen-Arena.

Die Partien des Halbfinales werden am 21. April in Köln ausgelost. Außer dem THW haben Rekord-Sieger FC Barcelona (acht Titel), MKB Veszprem aus Ungarn sowie KS Vive Kielce aus Polen das sechste Final-Four-Turnier der europäischen Königsklasse erreicht. Einen Wunschgegner hat THW-Torjäger Marko Vujin nicht: «Wenn man gewinnen will, muss man jeden Gegner schlagen», sagte der Serbe, der im dritten Anlauf endlich seinen ersten Champions-League-Titel holen will.

Im Endturnier um den EHF-Pokal stehen in Gastgeber Füchse Berlin und dem HSV Hamburg zwei deutsche Clubs. Während die Hauptstädter als Ausrichter des Final Four das Viertelfinale überspringen durften, setzten sich die Hanseaten mit 27:22 gegen Eskilstuna Guif aus Schweden durch und machten so das 26:29 aus dem Hinspiel wett.

Außer den beiden Bundesligisten stehen der HSV-Vorrundengegner Gorenje Velenje (Slowenien) und Skjern HB im Semifinale. Die Dänen schalteten aufgrund der Auswärtstorregelung die MT Melsungen trotz einer 23:28-Niederlage im Rückspiel aus. Die Lose werden am Dienstag in Berlin (18.00 Uhr/Youtube-Kanal der EHF) gezogen.

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