Auf der Tribüne feuerte auch die sechs Monate alte Emelie das deutsche Team an.
Auf der Tribüne feuerte auch die sechs Monate alte Emelie das deutsche Team an.

Auf der Tribüne feuerte auch die sechs Monate alte Emelie das deutsche Team an.

Uwe Gensheimer (r) brüllt seinem Wurf hinterher.

Nationalspieler Uwe Gensheimer setzt konzentriert zum Wurf an.

Nationaltorwart Silvio Heinevetter (r) will den Wurf von Ahmed El Ahmar abwehren.

Pascal Hens (M.) wird von Ahmed El Ahmar umgestoßen.

Bundestrainer Heiner Brand feuert seine Mannschaft von der Seite an.

Oliver Roggisch freut sich auf der Bank über einen Treffer.

Holger Glandorf (l) wirft mit dicken Wangen auf das Tor.

dpa, Bild 1 von 8

Auf der Tribüne feuerte auch die sechs Monate alte Emelie das deutsche Team an.

Lund (dpa) - Deutschlands Handballer sind dank einer starken Abwehr und Torjäger Uwe Gensheimer mit dem ersehnten Erfolg in die Weltmeisterschaft in Schweden gestartet. Gegen Ägypten feierte die Auswahl des Deutschen Handballbundes (DHB) in Lund einen 30:25 (15:12)-Arbeitssieg.

Vor rund 2000 Zuschauern warf der treffsichere Linksaußen Gensheimer (9) von den Rhein-Neckar Löwen die meisten Tore für den WM-Fünften von 2009, der im 30. Vergleich mit dem Zweiten der Afrikameisterschaft zum 22. Erfolg kam.

«Es war sehr wichtig, dass wir hier mit einem guten Start ins Turnier kommen und uns dadurch ein bisschen Sicherheit holen», sagte Gensheimer. Bundestrainer Heiner Brand zeigte sich zufrieden: «Wenn man von den letzten fünf Minuten absieht, war das sehr eine konzentrierte Leistung von unserer Seite. Wir haben die Ägypter schlechter aussehen lassen, als sie tatsächlich sind», sagte Brand und gestand: «Ich hatte vor dem Spiel schon einige Bedenken, die Mannschaft hat diese Bedenken schnell zerstreut.»

Nach einem Ruhetag ist am 16. Januar in Kristianstad WM-Neuling Bahrain nächster Gegner für die deutsche Mannschaft. Die weiteren Kontrahenten in der Vorrundengruppe A sind Ex-Weltmeister Spanien (17.1.), Titelverteidiger Frankreich (19.1.) und zum Abschluss Afrikameister Tunesien (20.1.).

Die deutsche Mannschaft setzte in der ersten Halbzeit ihres Eröffnungsspiels vor allem mit einer starken Abwehr die Akzente. Die Ballgewinne nutzte vor allem der pfeilschnelle Gensheimer zu zahlreichen Kontern. Dies schlug sich aber erst nach dem 4:4 (9.) auch im Ergebnis nieder. Tor um Tor setzte sich der WM-Fünfte auf 11:7 (22.) ab. Die Ägypter, die so manche Härte ins Spiel brachten, hielten jedoch weiter dagegen und verlangten der DHB-Auswahl alles ab. Dennoch reichte es für eine 15:12-Pausenführung.

Auch im zweiten Durchgang gelang es dem Weltmeister von 2007 zunächst nicht, den Widerstand der wendigen Nordafrikaner zu brechen und sich ein komfortables Polster zu erspielen. Erst mit drei Treffern in Serie setzte sich der Favorit mit 21:15 (41.) deutlicher ab. Danach nutzte Brand die Möglichkeit, mit Adrian Pfahl (Gummersbach) und Jacob Heinl (Flensburg-Handewitt) zwei weiteren WM- Debütanten Einsatzzeiten zu geben. Der Sieg geriet trotzdem nicht mehr in Gefahr.

«Wir wussten, dass wir nicht glänzen und brillieren können bei der unorthodoxen Spielweise», urteilte Torhüter Silvio Heinevetter. «Es war zu erwarten, dass es hart und aggressiv wird. Zum Glück haben wir das gut gelöst durch eine überragende Abwehr. Natürlich sind wir erleichtert. Wir sind im Turnier, jetzt geht es weiter», sagte Spielmacher Michael Kraus.

Am Morgen hatte Brand bei der Meldung seines offiziellen Kaders auf Rechtsaußen Patrick Groetzki verzichtet. Somit gehören vorerst nur 15 statt der erlaubten 16 Spieler zum Aufgebot, nachdem der Bundestrainer am Vortag bereits Torhüter Carsten Lichtlein (Lemgo) aus seinem vorläufigen Kader gestrichen hatte. Durch den Verzicht auf das Duo hält sich Brand die Optionen offen, im Verletzungsfall umgehend einen Torwart oder einen Feldspieler ersetzen zu dürfen.

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