Jönköping (dpa) - Die Handball-WM in Schweden hat weitreichende Auswirkungen. Der Weltmeister qualifiziert sich nicht nur für das kommende Championat 2013 in Spanien, sondern vor allem auch direkt für die Olympischen Spiele 2012 in London.

Der deutschen Mannschaft war dies durch den Titelgewinn 2007 für die Spiele 2008 in Peking gelungen. In London spielen zwölf Mannschaften um den Olympiasieg. Neben dem Weltmeister, Gastgeber Großbritannien sowie den kommenden Titelträgern aus Europa, Asien, Afrika und Panamerika sind dies sechs Teams aus drei Ausscheidungsturnieren.

Die Mannschaften auf den WM-Plätzen zwei bis sieben erreichen eines von drei Qualifikations-Turnieren. In diesen spielen jeweils vier Teams vom 6. bis 8. April 2012 um insgesamt sechs Startplätze. Erstes Austragungsrecht für die Turniere haben die Nationen auf den WM-Rängen zwei bis vier.

Aufgefüllt werden die Turniere mit weiteren sechs Mannschaften von allen Kontinenten. Diese Plätze verteilen sich wie folgt: Die vier Kontinentalverbände Europa, Asien, Afrika und Panamerika erhalten je einen Platz. Als beste Kontinente der laufenden WM bekommen Europa und Panamerika (durch Hauptrunden-Teilnehmer Argentinien) jeweils einen weiteren Platz.

In Asien und Afrika werden diese jeweils von den unterlegenen Finalisten der kontinentalen Meisterschaften eingenommen, in Panamerika vom Zweit- und Drittplatzierten. Europas letzte Teilnehmer an den Qualifikations-Turnieren stehen erst nach der EM vom 17. bis 29. Januar 2012 in Serbien fest.

Die Plätze erhalten die beiden bestplatzierten Teams, die noch nicht für Olympia oder eins der Qualifikations-Turniere feststehen. Im günstigsten Fall reicht dafür sogar Platz zehn. Wenn der Weltmeister auch Europameister wird, qualifiziert sich der EM-Zweite direkt für London. Zudem müssten die folgenden sechs Teams bereits eins der Ausscheidungsturniere erreicht haben.

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