Bahrain ist beim 38:18-Sieg von Brands Mannen chancenlos. Heute gegen Spanien.

Handball-WM
Dominik Klein bejubelt eines seiner sechs Tore gegen Bahrain.

Dominik Klein bejubelt eines seiner sechs Tore gegen Bahrain.

dpa

Dominik Klein bejubelt eines seiner sechs Tore gegen Bahrain.

Kristianstad. Bahrain hat Sonntag Nachmittag die höchste Niederlage in seiner WM-Historie kassiert. Gegen Spanien hatte der Handball-Zwerg mit 22:33 verloren, gegen Deutschland gab es in Kristianstad gestern eine 18:38 (9:20) Pleite.

Bahrain hatte sich als Zweiter der Asienmeisterschaft erstmals für eine Weltmeisterschaft qualifiziert. Von der deutschen Mannschaft konnten sie lernen, wie kurz die Zeitspanne zwischen einem abgefangenen Ball und einem Torerfolg sein kann. Besonders die Kieler Flügelzange mit Dominik Klein und Christian Sprenger machte einen ausgeschlafenen Eindruck. Als das Team von Heiner Brand mit einem 20:9-Vorsprung die Seiten wechselte, hatten die „Zebras“ die Hälfte der deutschen Tore erzielt.

Bundestrainer Brand schickt die zweite Reihe aufs Parkett

Der Bundestrainer hatte Uwe Gensheimer nach dessen großer Show gegen Ägypten eine Pause verordnet, und Klein in die Mannschaft rotiert. Der 27-Jährige nutzte die Chance, warf sechs Tore gegen eine Mannschaft aus Bahrain, die einen soliden Trainingspartner abgab. „Sollte der Eindruck entstanden sein, ich hätte eine erste Sieben und alle anderen wären zweite Wahl, täuscht das“, hatte Brand vor dem zweiten Gruppenspiel gesagt. „Bei einem Turnier sind alle wichtig.“

Er schickte jene auf das Feld, die zwei Tage zuvor zugesehen hatten. Neben Klein durfte auch der Flensburger Jacob Heinl beginnen. Der Kreisläufer hatte bereits nach dem Ägypten-Spiel einen guten Eindruck hinterlassen, als er auf der Pressekonferenz mit fließendem Englisch überraschte. Gestern zeigte er, dass der erste SG-Nationalspieler seit 2003 auch als Handballer mehr als der Schattenmann für Sebastian Preiß ist. „Jetzt wollen wir einen Großen ärgern“, sagte Sprenger. Ägypten, Bahrain – die Schonzeit für die Deutschen ist abgelaufen.

 

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