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Der Däne Lars Christiansen hofft auf den EM-Titel. Foto: Jens Wolf

Der Däne Lars Christiansen hofft auf den EM-Titel. Foto: Jens Wolf

dpa

Der Däne Lars Christiansen hofft auf den EM-Titel. Foto: Jens Wolf

Belgrad (dpa) - Der Däne Lars Christiansen ist mit 39 Jahren der älteste Feldspieler bei der Handball-EM in Serbien und kann zum zweiten Mal nach 2008 Europameister werden.

Schon seit 1992 spielt der dänische Kapitän in der Nationalmannschaft. Vor dem Endspiel am Sonntag gegen den Gastgeber spricht der langjährige Spieler der SG Flensburg-Handewitt im Interview über den Titel, den Druck im Finale und sein absehbares Karriereende.

Dänemark ist schon wieder im Finale. Wird das jetzt zur Gewohnheit?

Christiansen: «Das hoffe ich doch. Das wäre schön, wenn das so ist. Aber wir haben alle geglaubt, dass es nicht einfach wird, hier ins Finale zu kommen nach unseren ersten drei Spielen mit zwei Niederlagen. Aber man muss daran glauben, und dann klappt alles.»

Zum zweiten Mal nach 2008 kann Ihr Team Europameister werden. Wie viel ist das wert?

Christiansen: «Die Titel sind sehr wichtig für so ein Handballland. Handball ist der größte Sport in Dänemark zur Zeit. Wir sind nur vier oder fünf, die das schon geschafft haben und gönnen es allen, dass die mal auf dem Rathausplatz stehen mit 50 000 Zuschauern.»

Wie sehr motiviert es, dass sich der Europameister direkt für Olympia qualifiziert?

Christiansen: «Jetzt haben wir als erstes die WM-Qualifikation gekriegt, ohne zu spielen. Wir haben es in der eigenen Hand, jetzt auch Olympia zu schaffen. Das wäre schön auch für den Sommer. Da hat man dann ein bisschen mehr frei und kann sich zu 100 Prozent auf die Spiele konzentrieren.»

Wie beurteilen Sie den Finalgegner Serbien?

Christiansen: «Also normalerweise wäre das ein Traumgegner in einem Finale hier mit diesen Zuschauern und dieser Atmosphäre. Normalerweise liegen die uns auch ganz gut. Aber wir haben auch gesehen, es ist nicht immer so einfach, hier zu gewinnen. Das wird ein unglaublicher Druck sein, nicht nur auf uns, sondern auch die Schiedsrichter und alle. Natürlich können die fliegen, wenn die jetzt ein bisschen Erfolg kriegen. Wir müssen fünf oder sechs Tore besser sein, um zu gewinnen.»

In zwei Jahren ist Dänemark EM-Gastgeber. Spielen Sie dann noch?

Christiansen: «Ich bin nicht dabei in zwei Jahren. Das wäre zu viel mit 42.»

Also ist jetzt nur noch Olympia Ihr großes Ziel?

Christiansen: «Das ist es, ja. Ich werde 40 im April und es wäre schön, dann 20-jähriges Jubiläum zu feiern im Olympischen Dorf. Das passt perfekt. Das Spielfeld ist ja auch 20 mal 40 Meter. Es sind also viele Sachen, die zusammenpassen.»

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