Handball-Bundestrainer
Martin Heuberger hat trotz des schlechten EM-Abschneidens nicht ans aufhören gedacht. Foto: Jens Wolf

Martin Heuberger hat trotz des schlechten EM-Abschneidens nicht ans aufhören gedacht. Foto: Jens Wolf

dpa

Martin Heuberger hat trotz des schlechten EM-Abschneidens nicht ans aufhören gedacht. Foto: Jens Wolf

Mannheim (dpa) - Trotz der verpassten Olympia-Qualifikation hat Handball-Bundestrainer Martin Heuberger nie ans Aufgeben gedacht.

«Dass kritische Stimmen laut werden, damit muss man leben, wenn man diesen Job hat und die Ziele nicht erreicht werden. Aber ich spüre das Vertrauen des Präsidiums und ich denke, dass Vertrauen der Mannschaft habe ich auch», sagte Heuberger auf einer Pressekonferenz in Mannheim.

Einen Generationswechsel wird es trotz der Tatsache, dass die Olympischen Spiele erstmals ohne eine deutsche Männer-Auswahl stattfinden, nicht geben. «Ich bin nicht der Meinung, dass ein kompletter Umbruch erfolgen sollte. Wir hatten bei der EM ein Durchschnittsalter von 25, da liegt noch viel Potenzial drin», erklärte Heuberger. Sein Team trifft im ersten Spiel nach der EM am 14. März in Mannheim auf Island. «Da kann ich unter Wettkampfbedingungen wieder einiges testen», sagte der Bundestrainer.

Bob Hannings Thesenpapier, in dem der Manager der Füchse Berlin und Vizepräsident der Handball-Bundesliga «gravierende strukturelle Änderungen im DHB» fordert, beinhaltet für den früheren Junioren-Coach Heuberger unterdessen keine bahnbrechenden Ansätze: «Ich habe das Konzept gelesen, aber inhaltlich habe ich da eigentlich nichts Neues gefunden.»

In der vergangenen Woche hatte der Ex-Bundestrainer und DHB-Sportmanager Heiner Brand sein mit dem langjährigen Junioren-Trainer Wolfgang Sommerfeld ausgearbeitetes Konzept zur Eliteförderung vorgestellt. Schwerpunkte sollen die Persönlichkeitsentwicklung, athletisches Training und handballspezifische Inhalte wie auch die Begleitung der dualen Karriere sein. «Das Konzept stellt einen weiteren, wichtigen Baustein zur Optimierung unserer Nachwuchsarbeit dar», meinte Heuberger.

Für Irritationen bei den Clubs sorgte derweil ein in dem Konzept beinhalteter Ehrenkodex. In dem verpflichtet sich der Spieler, die Unterstützungsmaßnahmen des DHB umzusetzen. Bei Vereinswechsel, Vertragsverlängerung und Vertragsbindungsdauer habe in letzter Instanz der DHB die Entscheidungsbefugnis.

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