Düsseldorf. Nach dem Spielverlauf bin ich schon sehr enttäuscht, dass es für die deutsche Mannschaft gegen Spanien nicht zu mehr gereicht hat. Das waren ja auch gefühlte 15 Minuten ohne ein Tor von unserem Team. Wir hatten drei oder vier Mal die Chance, auf 22:18 davonzuziehen.

Danach fanden die Jungs kein Mittel gegen die starke 5:1-Deckung des Gegners. Keiner wusste plötzlich mehr, was zu machen war. Natürlich lag es auch daran, dass Trainer Heiner Brand durch die vielen Zeitstrafen und die beiden frühen Disqualifikationen improvisieren musste und eigentlich keine großen Wechselmöglichkeiten mehr hatte. Die Schiedsrichter haben natürlich überzogen. Was da an Zwei-Minuten-Strafen ausgesprochen worden ist, war eindeutig des Guten zu viel.

An der Deckung und dem sehr, sehr gut haltenden Johannes Bitter im deutschen Tor hat es nicht gelegen. In der entscheidenden Phase wurden im Angriff zu viele Fehler gemacht und zudem viel zu früh geworfen. Schade, dass die deutsche Mannschaft sowohl in diesem Spiel als auch für den Turnierverlauf eine gute Ausgangsposition so leichtfertig verspielt hat.

Daniel Stephan (37) ist unser Kolumnist. Er war 1998 Welthandballer und ist heute Sportdirektor der HSG Düsseldorf.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer