Geschäftsführer Frank Bohmann fürchtet negative Auswirkungen auf die „beste Liga der Welt“.

Keine Tricks
Die deutschen Handballer spielen gegen Schweden um Olympia.

Die deutschen Handballer spielen gegen Schweden um Olympia.

dpa

Die deutschen Handballer spielen gegen Schweden um Olympia.

Düsseldorf. Diese Europameisterschaft ist ein Turnier der Endspiele. Bundestrainer Martin Heuberger arbeitet sich im Ringen um die Qualifikation für Olympia in London von Spiel zu Spiel.

Am Donnerstag winkt der Klassiker gegen Schweden (18.15 Uhr/ARD). Deutschland, der Weltmeister von 2007, ist nur noch ein Schatten früherer Glanzzeiten und benötigt mindestens ein Unentschieden, um auf die Schützenhilfe von Tschechien gegen Mazedonien verzichten zu können.

Sogar der Gruppensieg ist noch möglich, wenn bei einem Erfolg der deutschen Mannschaft Tschechien anschließend nicht gegen Mazedonien gewinnt. Bei Punktgleichheit zweier Teams entscheidet der direkte Vergleich. Selbst bei einer Niederlage gegen die Skandinavier hat das deutsche Team noch eine Chance auf die Hauptrunde.

Dafür muss aber im letzten Spiel der Vorrunde Tschechien gegen Mazedonien mindestens einen Punkt holen. In diesem Falle käme Mazedonien wie Deutschland auf zwei Punkte, hätte aber den direkten Vergleich verloren. Sollte die deutsche Mannschaft verlieren und Mazedonien gewinnen, wäre das Team von Heuberger ausgeschieden, weil es gegen Tschechien den direkten Vergleich verloren hat.

Gegen Mazedonien hat die Mannschaft Einsatz gezeigt

Für Frank Bohmann, den Geschäftsführer der Handball-Bundesliga, wäre Olympia in London ohne Deutschland ein Desaster. „Die Nationalmannschaft ist das Vorzeigeprodukt des deutschen Handballs. Wenn sich die Mannschaft nicht für London qualifiziert, würde das natürlich Auswirkungen haben“, sagte Bohmann im Gespräch mit unserer Zeitung.

„Was die Mannschaft in Serbien zeigt, ist noch keine Offenbarung, aber das Spiel gegen Mazedonien war zumindest der Beweis, dass die Spieler für ihr Ziel alles geben.“ Bohmann will in der kommenden Woche nach Serbien aufbrechen. „Ich gehe davon aus, dass die Mannschaft die nächste Runde erreicht.“

Der Erfolg der Nationalmannschaft ist auch deshalb wichtig, weil Bohmann vor Verhandlungen mit der ARD steht. Die Bundesliga will zurück ins öffentlich-rechtliche Fernsehen. Ein Misserfolg von Heuberger in Serbien wäre das denkbar schlechteste Argument.

Deutschland - Schweden am Donnerstag, 18.15 Uhr/ARD

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