Schuldige sollen nach Abbruch Schadenersatz leisten.

Hamburg. Prügelnde Chaoten, Familien in Angst um ihr Leben und ein Traditionsturnier vor dem Aus: Nach den massiven Krawallen beim Hamburger Hallenfußball hat die Suche nach den Schuldigen begonnen. Die geschockten Organisatoren prüfen nach der Absage des Finaltages Schadenersatzforderungen gegen die Rowdys und hoffen auf das umfangreiche Beweismaterial der Polizei. „Es hat ein Krieg stattgefunden“, sagte Veranstaltungs-chef Wolfgang Engelmann nach den Randalen der rivalisierenden Fan-Gruppen der Clubs VfB Lübeck, FC St. Pauli und Hamburger SV. 90 Personen kamen zu Schaden.

Mitorganisator Peter Sander geht von organisierter Randale aus. „Es war ein krimineller Akt, das war vorbereitet. Die Chaoten waren offensichtlich verabredet.“ Die Krawallmacher prügelten sich auf den Tribünen, später stürmten sie den VIP-Bereich der Halle. Zahlreiche Fensterscheiben gingen zu Bruch. Eltern suchten mit ihren Kindern verzweifelt nach Fluchtwegen. Nach Polizeiangaben wurden 35 Personen verletzt, weitere 40 erlitten Augenreizungen. Zu Schaden kamen 14 Polizisten. Insgesamt 74 Randalierer wurden in Gewahrsam genommen. „Schockierend“, sagte ein Augenzeuge. dpa

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