Fabian Hambüchen muss mit einer längeren Pause rechnen.
Fabian Hambüchen muss mit einer längeren Pause rechnen.

Fabian Hambüchen muss mit einer längeren Pause rechnen.

dpa

Fabian Hambüchen muss mit einer längeren Pause rechnen.

Berlin (dpa) - Der Knall kam bei einem Rückwärts-Salto am Boden. Beim Absprung riss im Training die linke Achillessehne, damit ist für Fabian Hambüchen der Traum von der Titelverteidigung bei der Turn-Europameisterschaft vom 6. bis 10. April in Berlin jäh zu Ende gegangen.

Am 17. Januar wird er nun in der Sportklinik Bad Nauheim voraussichtlich von Chefarzt Johannes Peil operiert und muss mit einer Wettkampf-Pause von bis zu sechs Monaten rechnen. «Das ist bitter, aber ich stecke den Kopf jetzt nicht in den Sand», sagte Hambüchen, nachdem sich der stechende Schmerz im Fuß schon etwas gelegt hatte.

Und der Kämpfer sah gleich wieder das Positive: «Ich habe mich monatelang mit dieser Achillessehne herumgeplagt. Jetzt weiß ich endlich, woran ich bin. Jetzt werde ich sehen, wie die Reha läuft, dann greife ich wieder an», sagte er. «Was bringt es, jetzt Trübsal zu blasen? Olympia motiviert mich», fügte er hinzu.

Viel Rückenwind erfuhr er umgehend durch einen Anruf von Ariane Friedrich. Die WM-Dritte im Hochsprung hatte kurz vor dem Jahreswechsel das gleiche Missgeschick ereilt. Sie konnte inzwischen mit leichtem Reha-Training beginnen und machte ihrem Leidensgefährten Mut. «Das zeigt, wie Top-Sportler untereinander zusammenstehen, wenn es mal nicht so läuft. Sie pushen sich gegenseitig», meinte Hambüchen-Manager Klaus Kärcher.

«Das ist ein ganz herber Verlust für unsere Riege. Und das in dem Jahr, in dem für uns die ganz wichtige WM in Tokio ansteht», reagierte Cheftrainer Andreas Hirsch betroffen auf die unerfreuliche Botschaft. «Fabian sollte jetzt aber nicht verzweifeln», appellierte der Berliner, nachdem die bittere Diagnose nach einer Kernspintomographie bekanntwurde.

Vater und Coach Wolfgang Hambüchen verbreitete indes Zuversicht, dass sein Sprössling schon wenige Tage nach der Operation mit den therapeutischen Maßnahmen beginnen kann. «Natürlich wird erst die OP Näheres zeigen, aber vieles hängt dann vom Heilungsverlauf ab», sagte er. «Auf jeden Fall ist die WM in Tokio nun unser nächstes Ziel», erklärte Wolfgang Hambüchen.

«Bei Untersuchungen war man eigentlich davon ausgegangen, dass die Sehne entzündungsfrei war. Aber offenbar hatte sie sich nach den Schädigungen nicht richtig regeneriert», meinte der Coach.

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