Lausanne (dpa) - Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat den Einspruch von sechs Kampfrichterinnen aus dem Technischen Komitee Rhythmische Sportgymnastik gegen die vom Weltturnverband FIG verhängten Sanktionen abgelehnt.

Der oberste Sportgerichtshof folgte damit der Linie der FIG, die im Sommer 2013 nach einem aufgedeckten Manipulationsskandal harte Strafen ausgesprochen hatte.

Insgesamt mussten 56 Kampfrichterinnen nach Unregelmäßigkeiten bei Lehrgängen in Bukarest, Moskau und Alicante ihre Lizenz-Prüfungen wiederholen, weil sie auffällig gute Ergebnisse erzielt hatten. Die frühere Vorsitzende des Technischen Komitees, die Polin Maria Szyszkowska, wurde aus der FIG ausgeschlossen, alle Mitglieder des Technischen Komitees wegen unerlaubter Absprachen suspendiert.

Nach der Aufdeckung des Skandals hatte FIG-Präsident Bruno Grandi von einem «Kochtopf voller Lügen» gesprochen und die Zukunft der Sportgymnastik massiv infrage gestellt. «Die RSG ist degeneriert. Es gilt, alles neu zu erfinden, auch neue Wertungsvorschriften», kritisierte der Italiener und reagierte auf Bestrebungen von einflussreichen russischen Verantwortlichen, Siege um jeden Preis anzustreben. «Wenn es in einer Sportart nur einen Sieger gibt, dann verfällt dieser Sport», sagte Grandi in einem Interview des Fachmagazins «Leon».

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer