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Martin Kaymer (l) und Graeme McDowell greifen nach Siegertrophäe in Dubai.

Martin Kaymer (l) und Graeme McDowell greifen nach Siegertrophäe in Dubai.

dpa

Martin Kaymer (l) und Graeme McDowell greifen nach Siegertrophäe in Dubai.

Dubai (dpa) - Martin Kaymer kann sich in der Wüste am Persischen Golf zu Europas bestem Golfer des Jahres krönen. Deutschlands Nummer eins hat als Spitzenreiter der Geldrangliste vor dem Finale der Europa-Tour beim Race to Dubai seine Hand nach der höchsten Trophäe längst ausgestreckt.

Aber bis zum Champions-Dinner der Dubai World Championship am 28. November in den Vereinigten Arabischen Emiraten liegt noch ein Stück Knochenarbeit vor dem 25-Jährigen aus Mettmann. Der erste deutsche Major-Sieger seit Bernhard Langer führt die europäische Geldrangliste mit 3,283 Millionen Euro vor dem Nordiren Graeme McDowell (2,993 Millionen) an. Kaymer kann in der Wüste sogar Platz eins in der Weltrangliste erobern und mit dem Gesamtsieg im «Race to Dubai» (Europa-Geldrangliste) sein erfolgreichstes Golf-Jahr abschließen.

«Es war bisher eine fantastische Saison. Mein erstes Major zu gewinnen und einer aus dem Siegerteam im Ryder Cup zu sein, hat meine Erwartungen weit übertroffen», sagte Kaymer. «Wenn du ein Major gewinnst, kannst du jedes Turnier gewinnen. Ich habe zuletzt super gespielt. Das gibt mir für das Finale viel Selbstvertrauen.»

Der knappe Vorsprung von 290 910 Euro in der Geldrangliste vor McDowell «zwingt» Kaymer zum Gewinn des Abschlussturniers, um ganz sicher zu gehen, am Ende der Turnierserie von 49 Wettbewerben den Titel zu ergattern. Der Weltranglisten-Erste Lee Westwood (2,362/England) liegt als Dritter des Geld-Rankings schon zu weit zurück.

Sollte Kaymer, derzeit Weltranglisten-Dritter, den Tagessieg vor der Wüstenkulisse auf dem Jumeirah Golf Estates GC in Dubai ergattern, müsste Westwood mindestens Platz zwei belegen, um Branchenprimus zu bleiben. Wird Kaymer «nur» Zweiter, reicht dem 37- jährigen Briten ein Platz unter den Top 27.

Holen aber entweder Kaymer oder McDowell die Siegprämie von 1,125 Millionen Dollar (910 348 Euro), ist einer von beiden zumindest Europas «König» in der Wüste. Der «Race to Dubai»-Gesamtsieger wird obendrauf noch mit 1,5 Millionen Dollar (1,092 Million Euro) Bonus prämiert, so dass der Gesamtjackpot von 2,002 Millionen Euro in seine Kasse fließt. Zudem werden unter den weiteren 14 Besten der Jahreswertung zusätzlich sechs Millionen Dollar (4,4 Millionen Euro) anteilig ausgeschüttet.

Kaymer hat in Dubai schon vor dem ersten Abschlag zusammen mit McDowell im letzten Flight auch seine nahe Zukunft festgelegt. Unabhängig vom Ausgang des «Race to Dubai» will der Rheinländer auch 2011 wieder hauptsächlich auf der PGA European Tour spielen. «Die Unterstützung innerhalb dieser Serie ist riesig ­ genauso wie die Herausforderung. Ich fühle mich auf der Europa-Tour sehr wohl, habe hier in diesem Jahr sehr erfolgreich gespielt und möchte meine Leistung im nächsten Jahr bestätigen», erklärte Kaymer, der neben den World Golf Championships, den Majors und der Players Championship zusätzlich auch Turniere der US-PGA-Tour spielen. Aber ein permanenter Spagat zwischen den Tourserien sei unmöglich.

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