WM 2018 - Senegal - Kolumbien
Senegal schied wegen der Faiplay-Wertung aus. Kolumbien ist im Achtelfinale gegen England. Foto: Gregorio Borgia/AP

Senegal schied wegen der Faiplay-Wertung aus. Kolumbien ist im Achtelfinale gegen England. Foto: Gregorio Borgia/AP

dpa

Senegal schied wegen der Faiplay-Wertung aus. Kolumbien ist im Achtelfinale gegen England. Foto: Gregorio Borgia/AP

Samara (dpa) - Lange Zeit sah es danach aus, als könnte der Senegal als einziges afrikanisches Team ins WM-Achtelfinale einziehen. Doch dann sorgte der Kolumbianer Yerry Mina mit seinem Treffer in der 74. Minute für das bittere Aus der Senegalesen, die wegen der neuen Fairplay-Wertung nach Hause fahren müssen. Auf Kolumbien wartet dagegen das Duell mit England. Ob dann Bayern-Star James Rodriguez wieder fit ist, ist noch unklar.

HISTORIE: Erstmals bei einer WM schied ein Team aus, weil es im Vergleich zu einem punkt- und torgleichen Kontrahenten mehr Gelbe Karten bekommen hatte. Ein Punkt hätte dem Senegal im letzten Spiel genügt, um zum ersten Mal seit 2002 ins Achtelfinale einzuziehen. Doch am Ende machten zwei Gelbe Karten den Unterschied. «Wir wären lieber auf andere Art und Weise ausgeschieden, aber es ist so. Das ist sehr schade», sagte Senegals Trainer Aliou Cissé.

BILANZ: Für Afrika ist die WM beendet. Alle fünf Teams schieden bereits in der Vorrunde aus. Erstmals seit 1982 beim Turnier in Spanien scheiterten alle Vertreter bereits in der Gruppenphase. Während Tunesien, Marokko und Ägypten bereits nach zwei Spieltagen raus waren, konnten Nigeria und Senegal bis zum Ende hoffen. Doch am Ende fehlte auch das Quäntchen Glück. «Ich glaube trotzdem, dass die Lücke zu den anderen Kontrahenten kleiner wird», sagte Cissé.

BANGEN: Der Jubel und die Erleichterung über das Weiterkommen waren groß bei den Kolumbianern. Doch in die Freude mischte sich auch die Sorge um James Rodriguez. Der Bayern-Star musste bereits nach etwas mehr als einer halben Stunde wegen einer Verletzung vom Platz. Was genau der WM-Torschützenkönig von 2014 hat, konnte keiner so genau sorgen. «Ich mache mir große Sorgen», sagte Pekerman, ohne ebenfalls eine genaue Diagnose zu nennen.

GEGNER: Im Achtelfinale bekommen es die Kolumbianer nun mit England zu tun. Die Three Lions verloren am Donnerstagabend gegen Belgien und schlossen ihre Gruppe daher als Zweiter ab. «England hat eine sehr junge Mannschaft mit viel Talent. Sie haben viel Selbstvertrauen und die Gruppenphase stark bewältigt», sagte Pekerman über den Gegner. Die Partie findet als letztes Achtelfinale am Dienstag (20.00 Uhr) in Moskau statt.

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