Das DFB-Team schickt per Anzeige einen Gruß nach Brasilien. Bei der Auslosung am Freitag drohen dennoch schwere Gegner.

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Schulterschluss mit den Gastgebern: Kapitän Philipp Lahm (unten, Mitte) und seine Kollegen verkünden im Anzeigentext: „Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie viel Brasilien in uns steckt“.

Schulterschluss mit den Gastgebern: Kapitän Philipp Lahm (unten, Mitte) und seine Kollegen verkünden im Anzeigentext: „Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie viel Brasilien in uns steckt“.

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Schulterschluss mit den Gastgebern: Kapitän Philipp Lahm (unten, Mitte) und seine Kollegen verkünden im Anzeigentext: „Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie viel Brasilien in uns steckt“.

Costa do Sauípe. Als brasilianische Fußballfans am Tag vor dem Startschuss zur WM ihre Zeitung aufschlugen, wurden sie von einem ungewöhnlichen Gruß aus dem fernen „Almanha“ überrascht. „Vocês nem imaginam o quanto de Brasil existe dentro de nós!“, übermittelte das DFB-Team in ganzseitigen Anzeigen an den Zuckerhut: „Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie viel Brasilien in uns steckt.“

Kapitän Philipp Lahm, Manuel Neuer, Jérome Boateng, Marco Reus, Miroslav Klose und André Schürrle jubeln auf dem Anzeigenfoto gemeinsam mit Brasilianern. „Liebe Brasilianer, die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist sehr glücklich, im Land des Fußballs zu spielen“, übermitteln Lahm und Co. zudem in einem Videoclip. Der gebürtige Brasilianer Cacau, der 23 Mal für Deutschland gespielt hat, gab dafür extra eine Portugiesisch-Unterrichtsstunde.

„Brasilien ist der Topfavorit mit dieser Urkraft und Energie“

Bundestrainer Joachim Löw und Teammanager Oliver Bierhoff werden am Freitag an der WM-Auslosung in Costa do Sauípe teilnehmen. „Brasilien ist der Topfavorit mit dieser Urkraft und Energie zu Hause“, erklärte der Bundestrainer, der mit seinem Team selbst den ganz großen Coup schaffen will.

Ein Selbstläufer aber werde schon die Gruppenphase nicht, warnte Löw nochmals. Auf Deutschland könnten beispielsweise mit der Elfenbeinküste und den von Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann gecoachten US-Amerikanern starke Konkurrenz warten. Gegen die USA musste das DFB-Team, allerdings in Notbesetzung, in diesem Jahr die einzige Länderspiel-Niederlage einstecken (3:4).

Neben den Brasilianern ordnete Löw mit Argentinien und Kolumbien zwei weitere gesetzte Teams aus Südamerika in die Gruppe der Titelanwärter ein. Bei den Europäern nannte er Spanien, Italien und die Niederlande. Frankreich könne immer weit kommen, und Belgien „ist vielleicht so etwas wie der Geheimfavorit“.

Ronaldo will dem DFB-Team erst mal lieber aus dem Weg gehen

Zuerst wird ein europäisches Team aus Topf 4 dem Topf 2 zugelost, so dass in allen vier Töpfen acht Mannschaften vertreten sind. Die vier südamerikanischen Mannschaften aus Topf 1 werden in einen zusätzlichen Topf platziert. Eines dieser Teams wird dann gezogen und spielt mit dem europäischen Team aus Topf 2 in einer Gruppe.

Brasilien ist als Gruppenkopf A 1 gesetzt und bestreitet das Eröffnungsspiel am 12. Juni.

Mannschaften aus einer Konföderation dürfen nicht in der Vorrunde aufeinandertreffen, Ausnahme: Pro Gruppe dürfen maximal zwei europäische Teams vertreten sein.

Deutschland wird ein Gegner aus dem Topf 2 (Afrika/Südamerika), ein Kontrahent aus dem Topf 3 (Asien/Nord- und Mittelamerika) sowie ein Europäer aus Topf 4 zugelost.

Die Töpfe werden in der Reihenfolge 1 bis 4 geleert und die Gruppen A bis H nacheinander gefüllt. Die gesetzten Teams bilden dabei jeweils den Kopf der Gruppe, in die sie gelost werden.

Deutschland selbst zählt allerdings bei der Konkurrenz auch nicht gerade zu den Wunschgegnern. „Die Kandidaten auf den WM-Sieg sind Brasilien, Spanien und Deutschland. Es wäre kein guter Moment, mit ihnen in eine Gruppe gelost zu werden“, sagte Portugals Superstar Cristiano Ronaldo. Portugal ist nicht gesetzt und könnte  ebenfalls in der deutschen Gruppe landen.

Die Fifa schüttet mit 576 Millionen Dollar (422 Mio. Euro) die höchste Summe der WM-Geschichte aus. Der Weltmeister erhält das Rekord-Preisgeld von 25,6 Millionen Euro.

» WM-Auslosung, Freitag, 17 Uhr/ARD

Einen Live-Ticker während der Auslosung finden Sie unter: www.wz-plus.de/wm

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