Aussagefreudig
Der angeklagte Ante Sapina kann darauf hoffen als Kronzeuge eingestuft zu werden. Foto: Caroline Seidel

Der angeklagte Ante Sapina kann darauf hoffen als Kronzeuge eingestuft zu werden. Foto: Caroline Seidel

dpa

Der angeklagte Ante Sapina kann darauf hoffen als Kronzeuge eingestuft zu werden. Foto: Caroline Seidel

Bochum (dpa) - Fußball-Wettbetrüger Ante Sapina kann endgültig darauf hoffen, als Kronzeuge eingestuft zu werden. Im Prozess vor dem Bochumer Landgericht haben die Richter signalisiert, dass dies wohl verdient sei. Sapina habe nach seiner Festnahme große Aufklärungshilfe geleistet.

Außerdem wurde klargestellt, dass es zunächst keine weiteren Ermittlungen in Richtung «China-Connection» geben wird. Die Verteidiger hatten beantragt, zwei chinesische Wettvermittler aus London als Zeugen zu hören. Dieser Antrag wurde vom Landgericht abgelehnt. Die Richter haben fünf weitere Verhandlungstage bis zum 31. März festgelegt.

Es wird auch nicht mehr geklärt werden, ob den meist asiatischen Wettanbietern auch dann ein Schaden entstanden ist, wenn die Wetten gar nicht erfolgreich waren. Diese noch strittigen Fälle wurden am Freitag eingestellt und fließen damit nicht mehr in die neue Verurteilung ein.

Sapina war wegen seiner massiven Verstrickung in den Fußball-Wettskandal von 2008 und 2009 in einem ersten Prozess am Bochumer Landgericht zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Weil der Bundesgerichtshof das Urteil später aufgehoben hat, wird das Verfahren zurzeit in Teilbereichen neu aufgerollt. Dabei hofft der Berliner auf eine deutlich mildere Strafe.

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