Beim 1:1 gegen Alemannia Aachen empfiehlt sich der Krefelder für den Fair-Play-Preis

Krefeld. Rico Weiler (24) hat sich für die Vergabe eines Fair-Play-Preises des Fußballs in die erste Reihe geschoben: Der Abwehrspieler des Fußball-Regionalligisten KFC Uerdingen gab im Regionalliga-Spiel gegen Alemannia Aachen in der Nachspielzeit zu, ein Tor mit der Hand erzielt zu haben. Es wäre der Uerdinger Siegtreffer zum 2:1 gewesen, so stand am Ende das 1:1 und die Erkenntnis, dass auch in Momenten der sportlichen Krise Wahrheit und ehrenvolles Verhalten einen Platz haben können.

Seit zuvor neun Spielen waren die abstiegsgefährdeten Krefelder nämlich ohne Sieg, jetzt steht Weiler als Sieger da, obwohl es auch gegen den neuen Tabellenführer aus Aachen am Ende eben "nur" einen Punkt gab. Schiedsrichter Thomas Altgeld hatte bereits auf Tor entschieden, fragte nach Aachener Protesten aber lieber noch einmal nach, Weiler gestand und sagte hernach: "So bin ich ich eben erzogen worden." Aachens Trainer Peter Schubert sprach seinen "Respekt" aus und meinte damit den vermeintlich doppelten Torschützen des Tages: Weiler, der in Düsseldorf geboren und vor dieser Saison vom VfL Bochum II nach Krefeld gekommen war, hatte nämlich schon fünf Minuten vor Spielende mit einem platzierten Distanzschuss den Ausgleich erzielt. Wahrlich ein Mann des Tages. Oder auch noch viel mehr. hoss/kup

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