Uneinsichtig
Michel Platini hat für die verspätete Rückgabeaufforderung kein Verständnis. Foto: Yoan Valat

Michel Platini hat für die verspätete Rückgabeaufforderung kein Verständnis. Foto: Yoan Valat

dpa

Michel Platini hat für die verspätete Rückgabeaufforderung kein Verständnis. Foto: Yoan Valat

Genf (dpa) - UEFA-Präsident Michel Platini hat den Weltverband FIFA in der sogenannten Uhren-Affäre kritisiert. «Wenn die Ethik-Kommission nicht glücklich war, dann hätte sie uns das vor vier Monaten in Brasilien sagen sollen, als wir die Uhren bekommen haben», sagte Platini in Genf.

«Sie wussten, dass wir die Uhren bekommen haben, weil jeder eine erhalten hat», sagte der Franzose.

Alle Mitglieder des FIFA-Vorstands, des Exekutivkomitees, alle Verbandspräsidenten der 32 WM-Teilnehmer sowie die Präsidenten der Mitgliedsstaaten des südamerikanischen Verbands Conmebol hatten während der WM in Brasilien Luxusuhren geschenkt bekommen. Die FIFA hatte alle Funktionäre aufgefordert, die Uhren wieder zurückzugeben, weil die Annahme gegen den Ethik-Code verstößt. Der Weltverband will sie für karitative Zwecke spenden.

Doch Platini, Intimfeind von FIFA-Boss Joseph Blatter, zeigte sich trotzig. «Ich gebe keine Geschenke zurück», sagte der Franzose. Stattdessen will er den Uhrenwert von rund 25 000 Schweizer Franken (20 700 Euro) für karitative Zwecke spenden.

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