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Manfred Amerell hat einem Gespräch mit Theologe Huber zugestimmt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Manfred Amerell hat einem Gespräch mit Theologe Huber zugestimmt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

dpa

Manfred Amerell hat einem Gespräch mit Theologe Huber zugestimmt. Foto: Karl-Josef Hildenbrand

München (dpa) - Im Streit zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und seinem früheren Schiedsrichter-Obmann Manfred Amerell ist eine mögliche Annäherung in Sicht. Der Theologe Wolfgang Huber soll als Vermittler zwischen den beiden Parteien agieren.

Amerell signalisierte die Bereitschaft, an einem vom früheren Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche begleiteten Mediationsverfahren teilzunehmen. Das teilten seine Anwälte mit. Zuvor hatte bereits «Spiegel online» über die Gespräche berichtet.

Der DFB begrüßte die Entscheidung Amerells. «Es gibt uns die Hoffnung, dass jetzt auch die menschliche Seite des Falles aufgearbeitet werden kann», sagte ein Sprecher laut einer Mitteilung. Der Verband hatte bereits im August Huber als Mediator vorgeschlagen.

DFB-Chef Theo Zwanziger habe das Verfahren auf den Weg gebracht, betonte der Verband. Die Amerell-Seite wies darauf hin, dass das Treffen am Freitag «einzig auf Initiative des DFB-Vizepräsidenten Dr. Rainer Koch sowie auf das letzte Woche geführte Sondierungsgespräch zurückzuführen ist».

Zwanziger hatte Koch vorgeworfen, über dessen Treffen mit Amerell erst aus den Medien erfahren zu haben. Der DFB-Vize wies diese Darstellung zurück und will weitere Informationen über das Gespräch mit dem ehemaligen Referee auf der nächsten DFB-Präsidiumssitzung am 2. Dezember offenlegen. Das Treffen von Huber mit den Anwälten Amerells sei wohl durch Amerells Nähe zu Koch begünstigt, schrieb der DFB: «Angesichts dieser erfreulichen Entwicklung ist es umso unverständlicher, warum Herr Koch den DFB in dieser sensiblen Angelegenheit nicht über seine Rolle informiert hat.»

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