Gerichtssaal
Uli Hoeneß (M) betritt am zweiten Verhandlungstag den Gerichtssaal. Foto: Christof Stache

Uli Hoeneß (M) betritt am zweiten Verhandlungstag den Gerichtssaal. Foto: Christof Stache

dpa

Uli Hoeneß (M) betritt am zweiten Verhandlungstag den Gerichtssaal. Foto: Christof Stache

München (dpa) - Bayern-Präsident Uli Hoeneß hat bei der Einreichung von Unterlagen in seinem Steuerverfahren mehrmals Fristen verstreichen lassen.

Die Aussagen der vernommenen Rosenheimer Steuerfahnderin im Prozess vor dem Münchner Landgericht hätten ergeben, dass «über einen sehr langen Zeitraum gar keine Unterlagen nach Erstattung der Selbstanzeige eingereicht wurden», berichtete Gerichtssprecherin Andrea Titz.

Zudem habe die Zeugin dargestellt, dass «immer wieder neue Fristen» gesetzt wurden und dass diese «jeweils wieder verstrichen sind, ohne dass Unterlagen eingereicht wurden», erklärte Titz.

Die ersten neuen Dokumente nach Hoeneß' Selbstanzeige am 17. Januar 2013 seien am 27. Februar 2014 eingereicht worden. Diese Unterlagen seien «entgegen den ursprünglichen Bekundungen dann doch nicht vollständig» gewesen, berichtete Titz. Am 5. März, also fünf Tage vor Verhandlungsbeginn, seien dann «nochmals neue weitere Unterlagen nachgereicht» worden, erklärte die Gerichtssprecherin.

Am 13. März wird es wohl noch nicht zu einer Urteilsverkündung kommen. «Es ist nicht mehr sehr wahrscheinlich, dass es so sein wird», sagte Gerichtssprecherin Andrea Titz und betonte: «Es ist durchaus davon auszugehen, dass weitere Termine erforderlich sein werden.» Der Präsident des Fußball-Bundesligisten FC Bayern München hatte tags zuvor eingeräumt, insgesamt 18,5 Millionen Euro Steuern hinterzogen zu haben und damit 15 Millionen mehr als angenommen. Für den 12. März ist ein Betriebsprüfer als zusätzlicher Zeuge geladen. Laut Titz ist zu erwarten, dass noch weitere Zeugen benannt werden.

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