ECA-Boss
Karl-Heinz Rummenigge ist der Vorsitzende der Vereinigung europäischer Top-Clubs (ECA). Foto: Leszek Szymanski

Karl-Heinz Rummenigge ist der Vorsitzende der Vereinigung europäischer Top-Clubs (ECA). Foto: Leszek Szymanski

dpa

Karl-Heinz Rummenigge ist der Vorsitzende der Vereinigung europäischer Top-Clubs (ECA). Foto: Leszek Szymanski

Zürich (dpa) - Im Dauerstreit um den internationalen Spielkalender ist der Fußball-Weltverband FIFA den Vorstellungen der europäischen Top-Clubs und der UEFA entgegengekommen.

Die August-Länderspiele sollen abgeschafft werden. Zudem soll es künftig nur noch Doppel-Spieltage der Nationalmannschaften geben: im März, September, Oktober und November sowie in jedem ungeraden Jahr im Juni. Die Reform soll nach der WM 2014 in Brasilien greifen.

Damit scheint das leidige Thema Länderspiel-Termine gelöst. «Die Sitzungsteilnehmer waren sich einig, dass heute ein wichtiger Schritt hin zu einem Konsens beim internationalen Spielkalender gemacht wurde», teilte die FIFA nach einem Treffen von Verbandsvertretern, Clubs und Profiligen in Zürich mit.

Die Teilnehmer einigten sich auf eine «Empfehlung, die dem von der UEFA als Diskussionsgrundlage vorgelegten Entwurf entspricht und nun dem FIFA-Exekutivkomitee unterbreitet wird», hieß es in der schriftlichen Erklärung des Fußball-Weltverbandes. Bislang hatte sich die FIFA gegen die Pläne gesperrt. Nun muss das Exekutivkomitee in seiner nächsten Sitzung am 29./30. März diesem Vorhaben zustimmen. Ein Entwurf wurde für den Spielkalender 2015 bis 2018 erarbeitet.

In der vergangenen Woche hatten die UEFA und die Vereinigung europäischer Top-Clubs (ECA) eine gemeinsame Absichtserklärung verabschiedet und damit die FIFA verärgert. Der ECA-Vorsitzende Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandschef des FC Bayern München, und ECA-Generalsekretär Michele Centenaro fehlten wie angekündigt bei dem Treffen am Montag in der FIFA-Zentrale. Sie hatten schon zuvor mehrere Gesprächsangebote des Weltverbandes abgelehnt.

Das Treffen, an dem insgesamt 28 Funktionäre teilnahmen, wurde von FIFA-Präsident Joseph Blatter eröffnet und von Generalsekretär Jérôme Valcke geleitet. Nach der Spielplan-Reform wird es auch keine Extratermine für Freundschaftsspiele mehr geben, so dass diese Partien nur an den neun Doppelspieltagen stattfinden können. Die Vereinstrainer müssen in einer internationalen Woche ihre Spieler von Montag an abstellen. Um die Strapazen für die Profis zu minimieren, muss ein Team «grundsätzlich die beiden Spiele eines Zeitfensters in der gleichen Konföderation austragen», erklärte die FIFA.

Spiele in zwei verschiedenen Konföderationen seien nur zulässig, «wenn bestimmte Voraussetzungen zur Vermeidung übermäßiger Reisestrapazen für die Spieler erfüllt sind (z.B. in Bezug auf die Flugzeit)», hieß es in der Erklärung des Verbandes.

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