Rote Karte
Auch Schiedsrichter-Honorare der UEFA wurden auf ausländische Konten überwiesen. Foto: Ronald Wittek

Auch Schiedsrichter-Honorare der UEFA wurden auf ausländische Konten überwiesen. Foto: Ronald Wittek

dpa

Auch Schiedsrichter-Honorare der UEFA wurden auf ausländische Konten überwiesen. Foto: Ronald Wittek

Berlin (dpa) - In der Steueraffäre um Schiedsrichter soll nach einem Bericht von «Spiegel Online» neben dem Fußball-Weltverband FIFA auch die Europäische Dachorganisation UEFA Honorare auf ausländische Konten deutscher Referees überwiesen haben.

Dies gehe aus einem Bericht deutscher Steuerfahnder hervor. Der Bericht liegt dem Online-Nachrichtenmagazin nach eigener Aussage vor. Die Fahnder würden dies als «Beihilfe zur Steuerhinterziehung» werten.

Die UEFA habe die Zahlung von Honoraren auf ausländische Konten bestätigt, aber der Deutung der Ermittler widersprochen: «Kein Reglement der UEFA erwähnt, dass Schiedsrichter, die im Auftrag der UEFA tätig sind, ihr Honorar auf Konten in Ländern gezahlt bekommen sollten, in denen sie ihren Wohnsitz haben. Dennoch ist allen Schiedsrichtern sehr deutlich gemacht worden, dass sie ihre Einnahmen durch die UEFA gemäß der Regelungen in ihren Ländern versteuern müssen», zitierte das Online-Nachrichtenmagazin. Die UEFA war zunächst nicht für eine weitere Bestätigung zu erreichen.

Zuvor war bereits die FIFA unter Verdacht geraten, deutschen Schiedsrichtern die Honorare für die Leitung internationaler Spiele auf Konten in der Schweiz und Lichtenstein überwiesen zu haben. Insgesamt sollen rund 20 aktive und ehemalige Schiedsrichter des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ihre Einnahmen nicht ordentlich versteuert haben.

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