Berlin (dpa) - Durch den Steuerbetrug von Uli Hoeneß ist nach Einschätzung der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) bereits ein erheblicher Schaden für die im Bayern-Aufsichtsrat vertretenen Firmen entstanden.

«Der Schaden für die beteiligten Unternehmen beziehungsweise deren Vertreter im Aufsichtsgremium dürfte als sehr hoch einzuschätzen sein», sagte SdK-Vorstandsmitglied Daniel Bauer «Handelsblatt Online». Es sei «sicherlich nicht von Vorteil, ständig mit der Straftat von Herrn Hoeneß auf Seite eins und zur besten Sendezeit erwähnt zu werden», sagte Bauer weiter.

Zudem dürften es die Konzerne in Zukunft schwer haben, gegenüber Mitarbeitern, die Verfehlungen begangen haben, Konsequenzen zu ziehen «wenn man gegenüber einem, wenn auch geständigen, Steuerstraftäter keine Konsequenzen verlangt». Für das Ansehen des FC Bayern München schätzt Bauer den Schaden als «eher begrenzt» ein, «sofern sich nicht doch noch herausstellen sollte, dass die Herkunft der Gelder in Verbindung mit dem FC Bayern stehen sollte». Im Aufsichtsrat des Rekordmeisters sitzen neben dem Vorsitzenden Hoeneß auch die Konzernchefs von Audi, Adidas, Telekom und VW.

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