Niederrheinpokalfinale RWE - MSV: Sachbeschädigung, Pyrotechnik und Flaschenwurf

Essen. Das Derby um den Niederrheinpokal am Donnerstag führte trotz der Essener 0:2 Niederlage nicht zu direkten Auseinandersetzungen der sich "feindlich" gegenüberstehenden Fans.

Niederrheinpokalfinale: RWE - MSV: Sachbeschädigung, Pyrotechnik und Flaschenwurf
Foto: Jochen Tack

Bereits vor dem Anstoß um 17 Uhr, beim Marsch der RWE-Fans vom Bahnhof Altenessen zum Stadion an der Hafenstraße, verletzte sich ein Polizeibeamter durch einen Flaschenwurf. Der Polizist konnte seinen Dienst später wieder aufnehmen. Mehr als 1200 RWE-Anhänger liefen über die Krablerstraße und zündeten dabei Pyrotechnik. Etwa 10 Minuten blockierte der Tross die Kreuzung der Bundesstraße B 224, Gladbecker Straße/ Krablerstraße.

Auch während des Derbys zündeten Anhänger beider Vereine in den Stadionblöcken zahlreiche Feuerwerkskörper. Rauchschwaden zogen durch das Stadion und führten zu einer mehrminütigen Unterbrechung der Begegnung. Nach bisherigen Feststellungen verletzten die Rauchgase mindestens fünf Personen auf den Tribünen, die die Rettungskräfte vor Ort versorgten.

Weitergehende Behandlungen in Krankenhäusern wurden nach jetzigem Kenntnisstand nicht erforderlich.

Bei der Abreise einiger Duisburger Anhänger kam es zu Sachbeschädigungen und Steinwürfen auf Polizeibeamte. Scheiben von Linienbussen gingen zu Bruch, worauf Beamte der Einsatzhundertschaft die Insassen festsetzten und die Personalien aller Beteiligten feststellten. Darüber hinaus kam es zu Widerständen gegen Polizeibeamte, die zuvor Ermahnungen und Platzverweise aussprachen und bei Nichtbefolgung auch einige Personen in Gewahrsam nahmen.

Die Polizei ist mit dem Einsatzverlauf trotz allem zufrieden. Die Trennung der rivalisierenden Gruppen und die frühzeitige Ansprache potentieller Gewalttäter haben sich bewährt.

"Das verbotene Abbrennen von Pyrotechnik, Sachbeschädigungen von fremden Eigentum und die Verletzung von anderen Menschen zumindest in Kauf nehmend, ist nicht akzeptabel!" so Kriminaldirektor Ralf Ansorge, der eine konsequente Strafverfolgung der teilweise noch namentlich unbekannten Beschuldigten ankündigte. "Der überwiegende Teil der etwa 18.000 Zuschauer und Fußballfans verhielt sich jedoch friedlich. Das Revierderby stand deshalb heute im Vordergrund!"

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