Karl-Heinz Rummenigge
Karl-Heinz Rummenigge ist der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München. Foto: Andreas Gebert

Karl-Heinz Rummenigge ist der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München. Foto: Andreas Gebert

dpa

Karl-Heinz Rummenigge ist der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München. Foto: Andreas Gebert

München (dpa) - Karl-Heinz Rummenigge hat sich als Vorsitzender der Europäischen Club-Vereinigung erneut entschieden gegen eine WM-Aufstockung auf 48 Mannschaften ausgesprochen.

«Ich habe meine Meinung zu diesem Thema nicht geändert. Eine WM mit 48 Mannschaften ist das falsche Signal. Hier spielen nur politische Gründe eine Rolle, nicht der Sport», sagte Rummenigge der «Sport Bild».

«Für mich ist unverständlich, warum ein erfolgreiches Format mit 32 Mannschaften, das sich unter allen Gesichtspunkten bei den Fans bewährt hat, ersetzt werden soll. Außerdem fehlt mir die Komponente, dass die Vereine und Ligen hier nicht demokratisch eingebunden sind», ergänzte der Vorstandschef des FC Bayern München.

Der FIFA-Rat wird sich am Dienstag bei seiner Sitzung in Zürich mit einer möglichen Ausweitung der WM beschäftigen. Weltverbandspräsident Gianni Infantino setzt sich für ein Feld von 48 Endrunden-Teilnehmern ein, auch eine Aufstockung auf 40 Teams steht zur Debatte. Ob kommende Woche bereits eine Entscheidung fällt, ist offen.

Den Zeitdruck kann Rummenigge nicht verstehen. «Es handelt sich um eine Entscheidung, die erst in neun Jahren, zur WM 2026, umgesetzt werden würde. Wir hätten ausreichend Zeit, das vernünftig und mit allen, die davon betroffen sind, seriös zu diskutieren.»

Die Spielergewerkschaft FIFPro hatte sich zuletzt unter bestimmten Voraussetzungen offen für eine Erweiterung des Teilnehmerfeldes gezeigt.

Zurückhaltend äußerten sich zwei Bayern-Stars. «Wir haben es bei der Europameisterschaft gemerkt, dass mehr Teams dabei waren», sagte Nationaltorhüter Manuel Neuer am Samstag in Doha. «Ich mag es immer, gegen große Namen zu spielen.»

Der Niederländer Arjen Robben kann Infantinos Bestrebungen nachvollziehen. «Für die anderen Länder ist es was ganz Besonderes, was ganz Großes, bei einer WM dabei zu sein», sagte der Flügelspieler des FC Bayern. «Ich glaube, das kann gut sein.»

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