Düsseldorf (dpa) - Der Dopingverdacht gegen den Fußballer Cebio Soukou vom Regionalligisten Rot-Weiss Essen ist durch die B-Probe bestätigt worden. Das teilte der Westdeutsche Fußball- und Leichtathletikverband (WFLV) am Freitag nach der Öffnung und Untersuchung der B-Probe beim Institut für Biochemie an der Sporthochschule Köln mit. Demnach wurde beim Mittelfeldspieler der Essener die unerlaubte Substanz Methylhexanamin festgestellt.

Gemäß der Anti-Doping-Vorschriften des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat der WFLV ein Disziplinarverfahren gegen Soukou eingeleitet. Über mögliche Sanktionen wird die Verbandspruchkammer des WFLV in Duisburg entscheiden. Soukou droht eine Sperre von bis zu zwei Jahren. Die Kontrolle wurde am 6. Dezember 2014 nach der Partie der Essener bei Sportfreunde Lotte (1:1) durchgeführt. Das Ergebnis der positiv ausgefallenen A-Probe wurde Verein und Spieler am 22. Dezember mitgeteilt.

Methylhexanamin befindet sich auf der Dopingliste des DFB und ist laut Angaben des Instituts für Biochemie ein Stimulanz, das seit geraumer Zeit als Substanz vielen Nahrungsergänzungsmitteln illegal zugesetzt wird. Essen ist als Tabellenführer der West-Staffel in die Winterpause gegangen und hofft auf den Aufstieg in die 3. Liga. Der Traditionsclub könnte durch den Dopingfall allerdings ebenfalls sanktioniert werden. Lotte hatte bereits beim WFLV fristgemäß Einspruch gegen die Wertung der Partie eingelegt.

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